Mitteilungen aus dem Bezirk

Wer singt, trällert und ruft denn da?

Mitmachen bei der großen Vogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ (13.–15. Mai) / Auf welchen Platz flitzen die Mauersegler im Südwesten?

 

In Gärten und Parks erklingen zurzeit wieder die vielstimmigen Frühlingskonzerte der Vogelwelt. Welche Arten da singend, trällernd und rufend unterwegs sind, wird das Wochenende vom 13. bis 15. Mai zeigen: Der NABU ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der NAJU zur 18. „Stunde der Gartenvögel“ auf.

 

 

 

Größte wissenschaftliche Mitmachaktion für alle

 

Jede und jeder ist eingeladen, bei der großen Vogelzählung mitzumachen. „Man braucht keine besonderen Vorkenntnisse, auch Vogelstimmen-Fachwissen ist nicht nötig. Damit Vögel treffsicher erkannt werden, bietet der NABU viele Vogelporträts, eine praktische Zählhilfe und die kostenlose NABU-Vogelwelt-App an“, betont Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Vögel beim NABU Baden-Württemberg. „Je mehr Menschen mitzählen, desto besser können Vogelfachleute den Zustand der Vogelpopulationen in Städten und Dörfern einschätzen“, erläutert Bosch. „Vor einem Jahr haben trotz Schmuddelwetter allein in Baden-Württemberg über 15.000 Menschen an mehr als 10.000 Orten Vögel gezählt. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Jahr bei besserem Wetter noch mehr Menschen Lust haben, dabei zu sein.“ Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ ist die Gartenvogelzählung Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

 

 

 

Langfristige Bestandstrends

 

Ziel der Aktion ist es, Trends bei den Beständen über die Jahre zu verfolgen und zu bewerten. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ bereits seit 2006 stattfindet, können die Ornithologinnen und Ornithologen beim NABU auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen. „Und dieser Datenschatz vergrößert sich mit jeder Zählung, gewinnt an Aussagekraft und wird so immer wertvoller“, betont Bosch. „Übrigens ist es wichtig, die eigene Beobachtung auch dann zu melden, wenn man während der Zählung nur sehr wenige Vögel gesichtet hat. Auch das gehört zu der möglichst realistischen Momentaufnahme, die die Aktion liefert.“

 

 

 

Gebäudebrüter im Fokus

 

Auch zum Brutbestand liefert die „Stunde der Gartenvögel“ wichtige Hinweise, denn im Mittelpunkt stehen Arten, die hierzulande brüten. So wie die Mauersegler, die gerade rechtzeitig zur „Stunde der Gartenvögel“ aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren. Als Gebäudebrüter sind sie in unseren Siedlungen zuhause, finden aber immer weniger Nistmöglichkeiten. Seit Beginn der Zählungen hat sich die Zahl beobachteter Mauersegler etwa halbiert. „Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es an Nahrung und Brutplätzen mangelt“, schlussfolgert der Vogelkundler vom NABU Baden-Württemberg. Hier gelte es dringend gegenzusteuern. „Letztes Jahr ist der Mauersegler auf dem zehnten Platz gelandet. Wir sind sehr gespannt, wie es um die pfeilschnellen Flieger dieses Jahr bestellt ist.

 

 

 

So funktioniert die Vogelzählung:

 

Am Aktionswochenende (13.–15. Mai) beobachtet man eine Stunde lang die Vogelwelt von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus – und notiert von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die im Laufe der Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen kann man online unter www.stundedergartenvoegel.de melden, alternativ per Post oder Telefon unter der kostenlosen Rufnummer 0800.1157115 am 14. Mai von 10 bis 18 Uhr. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 23. Mai.

 

 

 

Hintergrundinfos:

 

Wer noch etwas üben möchte, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Portraits der 40 häufigsten Gartenvögel (www.NABU.de/gartenvoegel), einen Vogeltrainer (https://vogeltrainer.NABU.de) und Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten. Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Für kleine Vogelfans hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (16.–20. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg.

 

Gärtnern im Einklang mit der Natur

Drei Einstiegstipps von NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold

Eine Person im NABU-T-Shirt gießt die Pflanzen im vielfältigen Naturgarten
Naturgarten | Foto: NABU/S.Bonhaus

 

Die Tage werden spürbar länger und die morgendlichen Weckrufe der Vogelwelt vielstimmiger, in Wäldern und auf Wiesen sprießen Frühlingsboten. Höchste Zeit also, um Gartenhandschuhe und Schubkarre aus dem Winterschlaf zu holen, Beete vorzubereiten und die Pflanzplanung anzugehen. So manche Hobbygärtnerinnen und -gärtner möchten dabei ganz bewusst im Einklang mit der Natur ans Werk gehen. NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold gibt Tipps für den Start ins naturnahe Gärtnern.

 

 

 

Tipp 1: Torffreie Erde für Klima und Boden

 

Torfabbau zerstört Moore und schadet dem Klima. Denn Moore speichern große Mengen Kohlenstoff, der als klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre entweicht, wenn Torf abgebaut wird. Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden allein in Deutschland jedes Jahr für den Gartenbau verbraucht, ein Drittel davon geht auf das Konto von Hobbygärtnerinnen und -gärtnern. So tragen diese oft unwissend dazu bei, dass unersetzliche Moorlandschaften verloren gehen – und vertun eine Chance auf aktiven Klimaschutz. „Man sollte im Baumarkt oder Gartencenter deshalb immer zu torffreier Erde greifen. Wichtig zu wissen: In Produkten, die mit Begriffen wie torfarm oder torfreduziert werben, ist noch jede Menge Torf enthalten. Auch ‚Bioerde‘ kann zu einem großen Teil aus Torf bestehen“, warnt Arnold und ergänzt: „Torffreie Erde ist auch für den Boden die bessere Wahl. Sie verbessert dauerhaft die Humus- und Nährstoffversorgung des Bodens, fördert seine Struktur und unterstützt die wichtigen Bodenlebewesen.“ Torf hingegen kann zwar die Durchlüftung des Bodens verbessern, seine Qualität wird aber schlechter, weil Torf extrem nährstoffarm ist und die Bodenversauerung fördert.

 

 

 

Tipp 2: Heimische Wildpflanzen für Wildbienen & Co.

 

Im Einklang mit der Natur gärtnert auch, wer sich für heimische Stauden entscheidet, die Schmetterlinge und Wildbienen satt machen. Gerade pollen- und nektarreiche Pflanzen bieten Insekten eine gute Lebensgrundlage. Zuchtformen mit gefüllten Blüten sollte man dagegen vermeiden, weil Insekten hier hungrig bleiben. „Wichtig ist, dass die summenden Gartenbesucher auch übers Frühjahr hinaus Nektar und Pollen finden. Es ist also gut, wenn man so plant, dass das Blütenbuffet für Insekten bis in den Herbst hinein gedeckt ist“, rät Arnold. „Dabei braucht man nicht alles auf einmal zu verändern, sondern kann nach und nach umgestalten. Schön anzusehen und zugleich beliebt bei Insekten sind zum Beispiel Wiesenschafgarbe, Blut-Storchschnabel und blühende Kräuter, wie Salbei und Minze.“

 

 

 

Tipp 3: Wilde Ecken für Entschleunigung und Artenvielfalt

 

„Mit der Natur zu gärtnern kann auch heißen, die Natur voll und ganz Regie übernehmen zu lassen und sich zurückzulehnen“, empfiehlt die NABU-Gartenexpertin. Eine Fläche, gerne auch ganz am Rande des Gartens, die man ganz bewusst sich selbst überlässt, wird dann zu einer „wilden Ecke“. Hier dürfen zum Beispiel Brennnesseln, Karden und Disteln ungestört wachsen. Davon profitieren etwa bestimmte Schmetterlingsraupen, die auf Brennnesseln als Nahrung angewiesen sind, da sie auf diese Pflanze spezialisiert sind. „Wer sich selbst und der Natur eine ‚wilde Ecke‘ gönnt, kann sich sehr wahrscheinlich bald über Tagpfauenauge, Kleinen Fuchs und Admiral im Garten erfreuen“, prognostiziert Arnold.

 

 

 

Weitere Infos:

 

Zehn NABU-Tipps fürs Gärtnern im Einklang mit der Natur: www.NABU-BW.de./natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/bluehendeGaerten/24755.html

 

NABU-Patenschaft für Wildbienen: www.NABU-BW.de/patenschaften

 

Wissenswertes rund ums Vogelfüttern

NABU-Tipps für gefiederte Naturerlebnisse vor dem Fenster

Viele Vogelfreundinnen und -freunde stocken zurzeit den Futtervorrat für gefiederte Besucher auf dem Balkon oder im Garten auf. Etwa 15 bis 20 Millionen werden im Jahr für Futtermischungen, Meisenknödel und Co. ausgegeben. Stefan Bosch, Vogelfachmann beim NABU Baden-Württemberg, rät zum informierten Einkaufen statt zum spontanen Shopping – sowohl beim Futter als auch beim Futterspender.

 

Vogelfütterung ist Naturerlebnis

„Das Vogelfüttern schafft ganz einfach Gelegenheit, die Vogelwelt aus nächster Nähe zu erleben, auch für kleine Vogelfans“, ist Bosch überzeugt. Es sei jedoch gut, sich bewusst zu machen, warum, wann und was man füttert. „Grundsätzlich nutzen etwa zehn bis 15 Arten das angebotene Buffet, in der Regel erreicht man dabei keine gefährdeten Vögel. Das Naturerlebnis steht also klar im Vordergrund und das ist auch gut so.“ Bosch ergänzt: „Um bedrohte Vogelarten zu schützen, braucht es jedoch mehr. Vor allem eine naturverträgliche Landwirtschaft. Einen Beitrag leisten aber auch naturnahe Gärten mit Beerensträuchern, Blühpflanzen für Insekten und wilden Ecken.“

 

Ab November Sonnenblumenkerne servieren

Am besten füttert man dann, wenn es wirklich kalt ist und Frost und Schnee die Futtersuche erschweren. „Klassischerweise also etwa zwischen November und Ende Februar“, so Bosch. „Sonnenblumenkerne sind ein gutes Basisfutter, viele Arten fressen sie gerne.“ Freiland-Futtermischungen für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Meisen enthalten zusätzlich andere Samen verschiedener Größe. Meisenknödel bestehen aus Samen und Fett. Sie sollten nicht in Plastiknetze gewickelt sein, damit die Vögel nicht Gefahr laufen, sich darin zu verheddern. „Mit Vogelfutter aus biologischem Anbau fördert man die naturverträgliche Landwirtschaft und hilft, Lebensräume gefährdeter Agrarvogelarten wie Feldlerche und Rebhuhn zu bewahren“, betont Ornithologe Bosch.

 

Futterspender statt Vogelhäuschen

 

Ein klassisches Vogelhäuschen muss regelmäßig gereinigt werden – täglich mit dem Besen von Futter- und Kotresten und alle ein bis zwei Wochen mit heißem Wasser –, damit Krankheiten sich nicht unter den gefiederten Gästen verbreiten. Hygienischer ist ein Futterspender, weil die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Zudem bleibt es bei Wind, Schnee und Regen besser trocken und verdirbt nicht so leicht. Den Futterspender hängt man möglichst unerreichbar für Katzen in der Nähe von Bäumen oder Büschen als Rückzugsmöglichkeit auf. „Am besten direkt an oder mit ausreichend Abstand zu Glasscheiben, sodass diese nicht zu tödlichen Fallen werden. Damit sich unter dem Spender kein Futter und Kot sammeln, wechselt man nach Möglichkeit ab und zu den Standort“, rät der NABU-Fachmann.


Jetzt den Hausputz für Kohlmeise, Kleiber und Co. machen

Mit sauberen Nistkästen gute Startbedingungen für die nächste Brutsaison schaffen

Wer einen Nistkasten im Garten oder am Haus montiert hat, sollte jetzt noch die Gelegenheit nutzen, ihn zu reinigen. So bietet er seinen gefiederten Benutzern auch im nächsten Jahr wieder gute Bedingungen für die Aufzucht der Jungen. „Wenn Kohlmeisen, Stare oder Hausrotschwänze ihr Brutgeschäft abgeschlossen haben, entfernen sie das alte Nistmaterial nicht selbst. Damit sich Parasiten darin nicht weiter vermehren, sollten wir den Hausputz für die Vögel übernehmen“, erklärt NABU-Artenschutzexperte Martin Klatt. „Und zwar möglichst bald.“ Denn ist die Brutzeit vorbei, bleiben die Vogelwohnungen oft nicht lange leer.

 

Vogelnistkästen werden rund ums Jahr genutzt

Nistkästen stehen bei Nachmietern wie Siebenschläfern, Hasel- oder Fledermäusen hoch im Kurs. Auch zahlreichen Insektenarten dienen sie in der kalten Jahreszeit als schützende Behausung. Vor dem Putzen empfiehlt es sich, erst einmal anzuklopfen oder einen vorsichtigen Blick in den Kasten zu werfen. So erspart man sich selbst und den möglichen Bewohnern einen Schreck. Ist die Unterkunft schon belegt, säubert man sie besser zu einem anderen Zeitpunkt. „Übrigens sind auch manche Vogelarten in den Nistkästen nicht nur Sommergäste“, verrät Klatt. „In kalten Herbst- und Winternächten nutzen beispielsweise Meisen, Kleiber oder Zaunkönige die Häuschen gerne als wärmenden Unterschlupf. Es ergibt also auch jetzt noch Sinn, einen neuen Nistkasten aufzuhängen.“

 

So gelingt die Nistkasten-Reinigung

In einer Nisthilfe muss keine klinische Reinheit herrschen. Das Wichtigste ist, dass der Parasitenbefall in Schach gehalten wird. Darum reicht es völlig aus, das alte Nistmaterial herauszuholen, zu entsorgen, und den Kasten anschließend mit einer Bürste auszufegen. Auf keinen Fall sollten chemische Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel oder Insektensprays zum Einsatz kommen. Es empfiehlt sich jedoch, Handschuhe und eine Atemschutzmaske zu tragen.

 

Auf Spurensuche: Wer wohnt in meinem Nistkasten?

 

Die Nistkastenpflege ist kein reiner Putzjob – etwas Detektivarbeit ist ebenso gefragt. Beim Entnehmen des Nistmaterials lässt sich nämlich auch erkennen, welche Vogelart sich zuletzt in der Bruthilfe eingerichtet hatte. Meisen etwa polstern ihr Familiendomizil mit viel Moos und Tierhaaren aus. Kleiber bevorzugen Rindenstückchen und trockene Blätter. Mauersegler sammeln häufig Grashalme, Federn und Haare. Weil sie ihre mit Speichel verklebten Nester immer wieder benutzen und weiter ausbauen, sollten diese aber unbedingt im Mauerseglerkasten belassen werden. „Außerdem nutzen nicht alle Vogelarten Nistkästen“, ergänzt Artenschutzexperte Klatt. „Darum sind naturnahe Gärten mit regionalen Bäumen, Hecken und Sträuchern oder begrünte Hausfassaden ebenso wichtig. Hier finden Amsel, Mönchsgrasmücke oder Buchfink einen Unterschlupf.“

So wird der Garten zum Winterquartier für Amphibien, Igel und Insekten

Vielfältige Strukturen und wilde Ecken helfen Tieren beim Überwintern

Warme Herbsttage werden jetzt von vielen genutzt, um den Garten, die Terrasse und den Balkon winterfest zu machen. Gärten sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer aufgeräumten Kulturlandschaft finden. Es ist gar nicht schwer, für Igel, Siebenschläfer, Fledermäuse, Vögel und Insekten einen geeigneten Platz zum Überwintern zu schaffen.

 

„Wer Tieren seinen Garten zum Überwintern anbietet, sollte vielfältige Strukturen erhalten, anstatt mit schwäbischer Gründlichkeit alles aufzuräumen“, rät Aniela Arnold, Naturgartenexpertin beim NABU Baden-Württemberg. Reisig- und Totholzhaufen, Laub unter Bäumen und Sträuchern, Fallobst oder abgeblühte Stauden, die im Herbst anfallen, bieten tierischen Gartenbewohnern Schutz vor der kalten Jahreszeit und sind eine Nahrungsquelle. Verblühte Wildstauden können bis zum Frühjahr stehen bleiben. Die hohlen Pflanzenstängel nutzen Wildbienenarten wie die Keulhornbiene als Winterquartier. Für die Körnerfresser unter den Gartenvögeln, wie Stieglitz und Dompfaff, sind die Samenstände verblühter Stauden von Wilder Karde, Sonnenblume und Königskerze eine willkommene Energiequelle im Winter. Wilde Ecken mit Brennnesseln, die das ganze Jahr stehen bleiben dürfen, sind für einige Schmetterlinge attraktiv. Von den Blättern ernähren sich die Raupen von Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral – zum Verpuppen suchen sie lange Pflanzenstängel oder Sträucher in der Nähe auf, an denen sie sich als Stürzpuppe anheften können.

 

Igel im Garten: Leckerbissen gesucht

Die dämmerungs- und nachtaktiven Stacheltiere fühlen sich in naturnah gestalteten Gärten wohl, wo sie unter Hecken, Büschen und Bäumen nach Nahrung suchen und sich verstecken können. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Käfer, aber auch andere Kleintiere, die sich unterm Laub verstecken. Darf Laub sowie Grün-, Baum- und Heckenschnitt in einer Gartenecke oder unter Hecken und Bäumen liegen bleiben, können Igel, Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und Falter dort im Herbst einen frostfreien Unterschlupf für den Winter finden. Eine Umrandung aus Feldsteinen hält das Material zusammen. „Es sind schon solche kleinen Maßnahmen, die es den Tieren im Garten leichter machen, gut durch den Winter zu kommen und uns wenig Arbeit kosten“, sagt die NABU-Gartenexpertin.

 

Igel, Schmetterlinge, Vögel oder Wildbienen können den Garten zu einem Naturerlebnis direkt vor der eigenen Haustüre machen. Nicht nur für Kinder ist es spannend, dort nach krabbelnden, fliegenden und laufenden Mitbewohnern aus der Tierwelt zu suchen. „Als Gärtnerin oder Gärtner eines naturnahen Gartens darf ich mich auch mal zurücklehnen. Ein naturnah gestalteter Garten muss trotzdem nicht unaufgeräumt aussehen“, möchte Arnold mit einem Klischee aufräumen.

 

Sechs Tipps zum Gärtnern im Herbst:

 

  • Verblühte Stauden stehen lassen als Winterquartier für Insekten
  • Laubhaufen anlegen als Schlafplatz für Igel und Co.
  • Bäume, Sträucher und Frühblüher pflanzen
  • Reisighaufen aufschichten oder als Benjeshecke anlegen, damit Eidechsen, Frösche und Vögel einen Unterschlupf finden
  • Ein wenig Fallobst liegen lassen, das freut einige Insekten und Vögel
  • Ernte aus dem eigenen Garten genießen und Füße hochlegen

 

Ausführliche Infos unter www.NABU-BW.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/bluehendeGaerten/25217.html

 

Herbstliche Tipps für den Naturgarten: www.NABU.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/saisonal/herbst/23139.html

Herbst ist Pflanzzeit: So wächst das Vogelfutter fast von selbst

Vogelfreundliche Hecken und Sträucher bieten wertvolle Beerenkost für Vögel

Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um neue Hecken und Sträucher zu pflanzen. Mit einer bunten Beerenpracht deckt man den heimischen Gartenvögeln den Tisch. Auch auf dem Balkon lassen sich manche Sträucher, wie die Essig-Rose und der Liguster, im Topf halten. Viele Gehölze sind übers Jahr ein schöner Anblick. Vogelfreundinnen und -freunde können bestens beobachten, wer am liebsten von welchen Beeren nascht. Am richtigen Standort ausgepflanzt, hat man lange Freude daran und das Vogelfutter wächst fast von selbst. Naturnahe Gärten mit heimischen Hecken und Sträuchern bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz vor Wind, Wetter und Räubern auf Samtpfoten. Also, ran an den Spaten.

 

Freie Kost und Logis für Vögel

Wer beim Kauf auf regionale Pflanzen setzt, liegt bei Star, Kleiber und Amsel meist richtig: „Zu den vogelfreundlichen Sträuchern gehören Haselnuss, Holunder, Liguster, Kornelkirsche, Schneeball, Schlehe oder Weißdorn. Die Früchte des Schwarzen Holunder fressen über 60 Vogelarten. Im Dickicht des Weißdorns fühlen sich 32 Vogelarten wohl und lassen sich die Früchte schmecken. Heimische Pflanzen sind anspruchslos, widerstandsfähig gegen witterungsbedingte Einflüsse und häufig sehr pflegeleicht: nötig ist allerhöchstens, sie im Herbst etwas in Form zu schneiden“, sagt Stefan Bosch, NABU-Vogelexperte und selbst Gartenbesitzer. In seinem Garten bietet er mit Holunder, Vogelbeere und Pfaffenhütchen sowie wenigen nicht geernteten Äpfeln in den Baumkronen seinen gefiederten Gästen freie Kost. Logieren können sie in einem der vielen Nistkästen, Brutnischen und natürlichen Höhlen in den Bäumen.

 

Heimische Gehölze sind für Vögel, aber auch für Insekten attraktiv. Die Blüten diverser Wildrosenarten und des Schneeballs ziehen im Frühling Hummeln und andere Frühstarter an. Insekten sind zugleich Nahrung für unsere Gartenvögel und unersetzlich für die Aufzucht des Vogelnachwuchses. Für Zugvögel wie Singdrossel, Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz liefern die Beeren im Garten wertvolle Energie, die sie für den Flug in den Süden brauchen. Stare, Drosseln, Seidenschwänze oder Grasmücken bedienen sich hier gern. Die Gartengrasmücke verdoppelt ihr Körpergewicht in kurzer Zeit durch den Aufbau von Fettreserven. Neben Insektenkost ist sie dafür auf bestimmte Beeren wie die des Schwarzen Holunders angewiesen.

 

Beerensträucher als Superfood für Vögel

Superfood für Vögel bieten die Beeren von Vogelkirsche, Gemeiner Wacholder, Eingriffeliger Weißdorn, Gemeine Berberitze, Kornelkirsche, Schlehe/Schwarzdorn, Schwarzer Holunder, Speierling, Vogelbeere und Vogelkirsche. Hinzu kommen heimische Wildrosenarten wie Kriech-, Hunds-, Essig-, Zimt- und Bibernellenrose, die von Vögeln zum Zwischenstopp genutzt werden und deren Hagebutten ein willkommener Snack sind. Nicht alle Vögel mögen Beeren. Körnerfresser wie Buch- und Grünfink bevorzugen die kleinen Samen- und Fruchtstände von Gräsern, Blumen und Getreidesorten. Mit Distel, Vogelmiere, Wilde Karde oder Mädesüß im Garten tut man ihnen etwas Gutes.

 

Gehölze richtig pflanzen

Heimische Gehölze kauft man am besten in der örtlichen Baumschule. Dann sind die Pflanzen an die lokalen Bedingungen angepasst und die Anfahrt ist kurz. Wird im Herbst gepflanzt, kann die Pflanze über den Winter Feinwurzeln ausbilden. Gehölze mit Ballen können auch in anderen Jahreszeiten gesetzt werden. Der Boden sollte 50 Zentimeter breit und zwei Spatenlängen tief umgegraben, von Kräutern befreit und mit torffreiem Humus angereichert werden. Dann eine 20 Zentimeter breite und tiefe Pflanzfurche graben und die Gehölze einsetzen. Zuvor etwas stutzen, damit sich die jungen Pflanzen auf das Wurzelwachstum konzentrieren können. Als Hecke setzt man, je nach Größe, drei bis fünf Pflanzen je Meter. Dann gut mit Wasser einschwemmen und bei Trockenheit zu Beginn regelmäßig gießen.

 

 

Weitere Infos zum Thema:

 

www.NABU-BW.de/umwelt-und-leben/umweltbewusst-leben/naturgarten/53998.html


Achtung, Wildtiere kreuzen!

NABU bittet Autofahrer: Rücksicht nehmen auf Igel, Eichhörnchen und andere Tiere

 

Wildtiere leben mitunter gefährlich. Im Herbst sind viele Berufspendler frühmorgens oder abends in der Dämmerung unterwegs. Da steigt das Risiko, mit dämmerungs- oder nachtaktiven Tieren wie Rehen und Wildschweinen zu kollidieren. „Überqueren Wildtiere Straßen, schauen sie vorher nicht nach links und rechts. Sie rennen einfach drüber“, warnt Rolf Müller, Fachbeauftragter für Jagd und Wild beim NABU in Baden-Württemberg. „Wer mit seinem Auto mitten durch das Wohnzimmer von Fuchs, Igel oder Reh fährt, sollte immer umsichtig fahren und darauf gefasst sein, dass plötzlich ein Tier im Scheinwerferlicht auftaucht. Ein Tier tot zu fahren, ist kein schönes Erlebnis. Deshalb: Fuß vom Gas“, rät Müller. Weil manche Tiere in Gruppen unterwegs sind, sollte man auf Nachzügler gefasst sein. Bei hohem Tempo sollte gebremst aber nicht versuchen werden, nach rechts oder links auszuweichen, um sich und andere nicht zu gefährden.

 

 

 

Tödliches Risiko Straßenverkehr

 

Auch für Igel und Eichhörnchen ist der Straßenverkehr ein tödliches Risiko. Aktuell ist das Angebot an Nüssen und Samen in heimischen Gärten, Parks und im Wald groß. Eichhörnchen brauchen jeden Tag vor allem Baumsamen und Nüsse als Nahrung, da es die jetzt im Herbst reichlich gibt, werden zusätzlich welche versteckt. Ab der zehnten Lebenswoche werden auch junge Eichhörnchen zu Nussknackern und flitzen auf Nahrungssuche, zum Verstecken von Nüssen oder weil sie aus dem elterlichen Gebiet abwandern, über Straßen. „Der NABU appelliert daher an alle Autofahrerinnen und -fahrer, jetzt im Herbst deutlich langsamer und aufmerksamer zu fahren und auf Igel, Eichhörnchen und Co. vermehrt Rücksicht zu nehmen“, sagt NABU-Eichhörnchenexperte Stefan Bosch.

 

Entlang von Alleen, Parks und Friedhöfen mit großen Bäumen und Sträuchern sind die fleißigen Eichhörnchen oft unterwegs, um Nahrung zu sammeln. Besonders beliebt bei dem Waldbewohner sind die Samen von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer und Lärche, die es ab dem Spätsommer erntet. Wal- und Haselnüsse versteckt es besonders häufig in vielen kleinen Nahrungsdepots. Sie sind eine Lebensversicherung für Schlechtwettertage, wenn eine Nahrungssuche in den Baumkronen wegen Wind oder Schneefall unmöglich ist, und reichen für einen Zeitraum von etwa einem Monat. Diese Lagerplätze liegen oft unter Baumstümpfen, Stubben oder Wurzeln.

 

 

 

Vorsicht, Stacheltiere in der Nacht

 

Igel sind immer hungrig. Die stacheligen Gesellen mit den Knopfaugen durchstreifen abends und nachts ihr Revier auf der Jagd nach tierischer Kost. Verzehrt werden vor allem nachtaktive Insekten wie Laufkäfer, aber auch Larven, Raupen und andere Kleintiere. Als Winterschläfer müssen sich Igel rechtzeitig ein ausreichend großes Fettdepot anfressen. Auf der Suche nach Nahrung, einem Partner oder einem neuen Lebensraum durchstreift der heimische Braunbrust-Igel ein bis zu einem Quadratkilometer großes Gebiet. Im dicht besiedelten Baden-Württemberg stößt er hier oft auf Straßen, die sein Revier durchschneiden. Besonders häufig ist mit Igeln in ländlichen Stadtgebieten und entlang von Wald- und Wiesenstücken mit Unterholz, Buschwerk und Hecken zu rechnen. „Igel sind keine Fluchttiere. Nähert sich eine Gefahr, rollen sie sich schnell zusammen. Im Straßenverkehr haben sie mit dieser vor Millionen von Jahren erlernten Strategie keine Chance“, sagt Waldtraut Hoyer, die sich seit Jahren im NABU für Igel engagiert. Sie bittet: „Wer abends und nachts unterwegs ist, sollte stets achtsam fahren und bremsbereit sein sowie kreuzenden Igeln rücksichtsvoll den Vortritt lassen.“

 

Weitere Infos unter www.NABU-BW.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/igel/index.html

 


Herbst-Tipp 1: Im Herbst schon an die Hummeln denken

 

Mit dem Reifen der Kastanien und bunt gefärbten Blättern geht es in schnellen Schritten dem Herbst zu. Damit ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um für Hummeln und andere Frühstarter einen energiereich gedeckten Frühlingstisch vorzubereiten. Mit ihrem langen Rüssel saugen Hummeln bereits im zeitigen Frühjahr den Nektar aus tiefen Blütenkelchen von Frühblühern wie Krokus, Lerchensporn und Märzenbecher.

 

 

 

Frühblüher setzen oft schon ab Februar leuchtend-bunte Farbakzente im Garten. Für kälteunempfindliche Insekten wie die pelzigen Hummeln sind sie eine erste, unverzichtbare Nahrungsquelle. Im zeitigen Frühjahr fliegt die Hummelkönigin bereits bei Temperaturen zwischen zwei und sechs Grad im Garten umher und sucht in Totholzhaufen, Steinspalten und Mäuselöchern nach einem Nistplatz, wo sie ein neues Volk gründet. Das kostet viel Energie. Zu Beginn zehrt sie noch von ihren im Honigmagen eingelagerten Reserven. Doch schon bald sind diese aufgebraucht. „Wenn die Hummelkönigin im Frühjahr aus ihrer Winterruhe erwacht, braucht sie besonders viel Startenergie, schließlich will sie mal ein großes Hummelvolk aufbauen. Wir können ihr helfen, indem wir jetzt im Herbst schon dafür sorgen, dass sie dann genug Futter findet und nicht erst lange suchen muss“, sagt NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold.

 

 

 

So erblüht die farbenfrohe Hummelnahrung im Garten

 

Um im zeitigen Frühling austreiben und blühen zu können, verfügen die Pflanzen über Speicherorgane, aus denen sie ihre Energie beziehen. Die gespeicherten Vorräte haben sie in der letzten Vegetationsperiode angesammelt, etwa in Form von Stärke. Die Speicherorgane können Zwiebeln sein, wie bei Schneeglöckchen oder Krokussen, oder sogenannte Rhizome. In diesen meist unterirdisch wachsenden, verdickten Sprossen speichern zum Beispiel Schlüsselblumen und Buschwindröschen ihre Nährstoffe. Weitere häufige Frühblüher im Garten sind Narzissen oder Traubenhyazinthen mit ihren traubenförmigen Blütenständen in Weiß, Blau, Violett oder Rosa.

 

 

 

Damit die zarten Blüten auch optisch ihre Wirkung im Garten oder Topf entfalten, sollten mehrere Dutzend gemeinsam gepflanzt werden. Das ist noch bis in den November sinnvoll. Solange es noch recht mild ist, sollte man mit dem Stecken noch warten, damit die Pflanzen nicht bereits im selben Jahr austreiben und bei Frost erfrieren. 
Zum eigentlichen Setzen gibt es folgende Faustregel: Das Pflanzloch sollte doppelt so tief sein, wie die Blumenzwiebel oder Knolle hoch ist. Ganz wichtig ist beim Stecken, dass die Spitze, also die Sprossseite, nach oben zeigt.

 

 

 

Beliebte Frühblüher für Insekten:

 

 

 

  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa): weiß, März-Mai, artenreiche Gattung
  • Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida): blau-lila, Mitte März-Mai
  • Hohler Lerchensporn (Corydalis cava): weiß, purpurrot oder violett, März-April
  • Huflattich (Tussilago farfara): Februar-April, gelb, Aussehen wie ein kleiner Löwenzahn ohne Blätter, die erst nach der Blüte erscheinen
  • Krokus (Crocus): rosa bis weiß, Februar-März, Irisgewächs, manche Arten vermehren sich selbst per Brutknollen oder Aussaat. Ausbreitungsfreudig ist der Elfen-Krokus, der schon ab Ende Januar blüht
  • Leberblümchen (Hepatica nobilis): blauviolett, wärmeliebend, März-April, blüht im Halbschatten bis Schatten unter Laubgehölzen
  • Märzenbecher (Leucojum vernum): weiß, Februar-Anfang April, zarter Veilchenduft
  • Narzisse (Narcissus pseudonarcissus): meist gelb, Februar-Anfang Mai, viele wilde und gezüchtete Sorten, vermehrt sich
  • Scharbockskraut (Ranunculus ficaria): gelb, März-Mai
  • Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): weiß, Februar-März
  • Traubenhyazinthe (Muscari): meist kräftig blau, weiß, violett oder rosa, März-Mai
  • Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris): leuchtend gelb, März-Juni
  • Winterling (Eranthis hyemalis): gelb, Februar-März, Blüten schließen sich nachts und bei schlechtem Wetter
  • Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia): grau-blau bis violett, selten weiß, März-April

 

 

 

Mehr Informationen: Bezugsquellen für Frühblüher sowie Das Hummeljahr im Garten

 

Es ist heiß - jetzt Vogeltränken aufstellen!

Kohlmeise beim Baden | Foto: Miriam Link
Kohlmeise beim Baden | Foto: Miriam Link

Nicht nur Menschen müssen bei hohen Temperaturen mehr trinken. Auch Vögel und andere Tiere versuchen, ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken. Der NABU bittet daher Garten- und Balkonbesitzerinnen und -besitzer, Vögeln mit einfachen Wasserstellen auszuhelfen. „In vielen Siedlungen und in weiten Teilen der Agrarlandschaft sind die natürlichen Gewässer verschwunden. Jeder Gartenteich ist daher eine lebenswichtige Oase für viele Tiere“, erklärt Volker Weiß, Biologe beim NABU Baden-Württemberg. „Aber auch kleinere Lösungen sind eine große Hilfe: Eine Vogeltränke auf dem Balkon wird von Amseln, Meisen und Rotschwänzen gerne angenommen.“

Vielen Gartenbesitzern und -besitzerinnen kann eine solche Vogeltränke auch ganz eigennützige Vorteile bieten: Wenn die Vögel an der Wasserschale trinken, löschen sie ihren Durst weniger an Kirschen und Johannisbeeren.

Um eine Vogeltränke einzurichten, braucht es nicht viel: Ein einfacher Blumentopf-Untersetzer oder ein ausrangierter Suppenteller, gefüllt mit klarem Wasser, erfüllt den Zweck vollauf. „Wichtig ist, dass man das Gefäß sauber hält und das Wasser jeden Tag wechselt, damit sich keine Krankheiten ausbreiten können“, erklärt Weiß. Die Vögel könnten sich sonst mit Salmonellen oder einzelligen Geißeltierchen infizieren.

Bitte beachten Sie jedoch folgenden Hinweis: Beim Anbieten von Trink- und Badewasser im Sommer besteht die Gefahr der Infektion der Vögel mit Krankheitserregern wie Trichomonaden, die in größerer Zahl insbesondere Grünfinken befallen können. Gegen die in allen Fällen tödliche Krankheit helfen auch Hygienemaßnahmen wenig. Bauen Sie daher die Vogeltränke sofort ab, sollten Sie kranke oder tote Vögel vorfinden!

 

 




Bewerbung für NABU-Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ möglich

Mehlschwalbe | Foto: NABU
Mehlschwalbe | Foto: NABU

Nach und nach kommen die Schwalben zurück in den Kreis Heilbronn. Die ortstreuen Mehl-, Rauch- und Uferschwalben kehren jedes Jahr an ihre Brutplätze zurück. Dafür müssen die Langstreckenzieher teils mehr als 12.000 Flugkilometer hinter sich bringen. „Diese unglaubliche Leistung der nur zwölf bis 18 Zentimeter großen Vögel gehört belohnt. Mit Nistplätzen und einer attraktiven, insektenreichen Natur können wir den Frühlingsboten zu einem guten Start in die Brutsaison verhelfen“, sagt Rudi Apel, Schwalbenbeauftragter des NABU Baden-Württemberg.

 

Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ macht der NABU seit vielen Jahren auf die Not, vor allem von Rauch- und Mehlschwalben, aufmerksam, die in der menschlichen Umgebung wohnen. Eine Plakette zeichnet Hausbesitzerinnen und -besitzer aus, die den Schwalben Obdach geben. „Der Anblick der grazilen Flieger lässt viele Herzen höherschlagen und verbreitet gute Laune, denn sie läuten die warme Jahreszeit ein“, sagt Apel.

 

 

Haus- und Hofbesitzer*innen, welche Schwalben ein zu Hause bieten, haben die Möglichkeit, sich beim NABU um die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ zu bewerben. Sie können sich dafür entweder bei der für sie zuständigen Ortsgruppe melden oder sich hier direkt bewerben.

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Flyer zur Auszeichnung "Schwalbenfreundlicher Hof"
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Wer hat die schönsten Vogeleier?

Bunte Welt der Brutvögel im Südwesten zeigt sich in vielfältigen Eierfarben und -formen

Vergleich Amsel- und Hühnerei│Foto: Stefan Bosch
Vergleich Amsel- und Hühnerei│Foto: Stefan Bosch

 

Ostern steht vor der Tür. Viele liebevoll verzierte und bunt bemalte Eier schmücken wieder die Gärten. Doch auch die Vogelwelt beherrscht die Eierfärbung. Vogeleier sind eine tolle Erfindung der Evolution. Sie sind stabil, wasserabweisend und so individuell, dass manche Vögel wie die Seeschwalben ihre Eier an der speziellen Färbung erkennen können. Die Eier sind rund, oval oder spitz sowie matt oder glänzend. Es gibt schlicht weiße wie bei Eulen und Spechten oder gut getarnte wie bei den Bodenbrütern, deren Eier in Brauntönen gefärbt und gefleckt sind. Und weil es so viele verschiedene Vogeleier gibt, beschäftigt sich die Oologie als wissenschaftlicher Zweig der Ornithologie mit der Eierkunde – nicht nur an Ostern (das ist kein Aprilscherz).

 

 

 

Von zwei Dritteln der weltweit ungefähr 12.000 Vogelarten kennt man die Nester und Eier, etwa 200 davon brüten regelmäßig im Südwesten. Viele Vogelarten machen nur eine Brut, kleinere Singvögel oder Schwalben auch zwei, selten drei. Ist das letzte Ei gelegt, kümmert sich meist das Weibchen ums Brüten. Während Hühner heute das ganze Jahr über Eier legen, geht es bei den Singvögeln im Land jetzt erst richtig los. Frühstarter sind die Spatzen, aber auch die Wanderfalken brüten schon und können per NABU-Webcam dabei beobachtet werden.

 

 

 

Wer legt die meisten Eier?

 

Die wohl meisten Eier legen Hühnervögel, wie zum Beispiel das Rebhuhn, mit bis zu 20 Eiern pro Gelege. Die Hühner gehören außerdem zu den Vogelarten, die bei Verlust des Geleges sogar mehrmals nachlegen können. Dass die Zahl des Rebhuhns trotzdem rasant abgestürzt ist, liegt vor allem am Verlust von Vielfalt in der Feldflur: Weil lückige Getreidebestände, Brachen, Ackerraine und Altgrasstreifen die intensive Bewirtschaftung stören und beseitigt wurden, fehlt ihnen Deckung und Futter.

 

Bei den Singvögeln belegt die Blaumeise den Spitzenplatz beim Eierlegen mit bis zu 15 Eiern pro Gelege. Alle Vogeleltern müssen intensive Brutpflege betreiben, damit es mit dem Nachwuchs klappt. Ist das Nest gut geschützt und wurden die Eier stetig bebrütet, müssen bald ausreichend viele Insekten gefangen und verfüttert werden, bis die Jungen flügge sind.

 

 

 

Warum sind Vogeleier so verschieden?

 

Vogeleier erhalten ihre Farbe vor allem durch zwei Pigmente. Diese färben sie entweder gleichmäßig blau oder grünlichblau ein, wie die türkisen Eier der Singdrossel oder die blassblauen des Stars. Oder die Eier erhalten eine dünne Farbschicht von rot über braun bis schwarz, wie beim Wanderfalken-Ei. Durch das rötliche Pigment kann eine weiße Schale gelb oder rostbraun und eine blaue Schale grün oder olivfarben erscheinen. Außerdem ist das Pigment für die Schalenzeichnung verantwortlich und gibt dem Ei den letzten Schmiss, so bei der Goldammer, deren helle Eier durch filigrane schwarze Kritzelstriche verziert sind. Da eine Eischale aus mehreren Schichten besteht, können sich die Pigmente überlagern und so graue, purpurfarbene oder sogar blassviolette Schattierungen entstehen.

 

 

 

Wozu sind die Eier gefärbt?

 

Die Eierfarbe dient meist der Tarnung oder zur Abwehr von Fressfeinden. Die Eier des Flussregenpfeifers etwa sehen aus wie kleine Kieselsteine und verschwinden somit optisch. Auch der Kiebitz beherrscht die Eiertarnung perfekt. Sein Gelege wird quasi unsichtbar auf trockenen Wiesenhalmen. Zwar sind die Eier so gut vor Räubern geschützt. Doch weil sein Lebensraum, vor allem Feuchtwiesen, schwindet, brüteten bei der letzten Zählung im Südwesten nur noch 500 bis 700 Kiebitz-Paare, vor allem in der Rheinebene.

 

 

 

Von den in Deutschland verbreiteten Vögeln legt das Sommergoldhähnchen die kleinsten, der Höckerschwan die größten Eier. Im Vergleich zur Körpergröße ist jedoch das Ei des Zaunkönigs um ein vielfaches größer. Der kreativste Eierfabrikant ist sicherlich der Kuckuck: Das Weibchen ahmt in Grundfärbung und Fleckung die Eier des Wirtsvogels so exakt wie möglich nach. Dafür muss der Kuckuck einer Vogelart treu bleiben, dem er gekonnt das eigene Ei untermogelt. Allerdings sorgt der Klimawandel immer öfter dafür, dass der Kuckuck das Zeitfenster verpasst. Kehrt er dann zur gewohnten Zeit zurück, sitzt im Nest der Zieheltern bereits der eigene Nachwuchs und bettelt um Futter.

 

 

 

Übrigens: Die Wanderfalken-Webcams des NABU sind unter www.NABU-BW.de/webcam verlinkt.

 

Mehr Gartenwildnis wagen für den Vogel des Jahres

Das frischgekürte Rotkehlchen mag geschützte Hecken und naturnahe Ecken

Foto: NABU│Windfried Rusch
Foto: NABU│Windfried Rusch

Klein, rund und knopfäugig: das zutrauliche Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres. Zum Start der Gartensaison wirbt der NABU Baden-Württemberg für mehr Wildnis und Entspannung bei der Pflege von Gärten und Grünflächen. Das Rotkehlchen ist der achthäufigste Vogel in Deutschland und bundesweit zuhause. Rund zehn Prozent des Bestands brütet im Südwesten. „Wir Baden-Württemberger haben damit eine besondere Aufgabe. Damit sich das Rotkehlchen weiterhin bei uns so wohl fühlt, müssen Gärten, Parks und Wälder möglichst naturnah gestaltet werden. Und davon profitiert nicht nur das kleine Knopfauge“, sagt NABU-Ornithologe Stefan Bosch.

 

Nestbau ist beim Rotkehlchen Frauensache

Erithacus rubecula, so der lateinische Name des Rotkehlchens, ist sehr territorial. Einmal da, besetzt es mit seinem Partner ein bestimmtes Gebiet und verteidigt es gegen Artgenossen. Man sieht also immer dieselben Vögel – so hat jede und jeder einen ganz „persönlichen“ Vogel des Jahres im Garten. Häufig kann man erleben, dass ein Rotkehlchen beim Umgraben neugierig zuschaut und ganz nah herankommt. „Die Gartenarbeit legt einige Leckerbissen frei, die eilig eingesammelt werden, sobald die Bahn frei ist“, erklärt Bosch. Während die meisten Vogelarten nur zur Brutzeit singen, ist das Rotkehlchen auch im Winter zu hören, um das eigene Revier zu verteidigen. Dann singen sogar die Weibchen. Rotkehlchen sind Frühaufsteher: 50 Minuten vor Sonnenaufgang sind sie am Start. Möglich machen das die großen schwarzen Augen, mit denen die Tiere auch im Halbdunkel gut sehen können.

 

Damit der Jahresvogel sich bei uns wohlfühlt, können Gartenbesitzende einiges tun:

  • Mut zur Unordnung! Wilde Ecken mit dichten Sträuchern sind für Erithacus rubecula ein Paradies. Hier findet es Schutz. Unter am Boden liegendem Laub sucht es Nahrung. Auf dem Speiseplan stehen Würmer, Schnecken, Spinnen und Insekten. In der kalten Jahreszeit mag es auch Beeren von heimischen Gehölzen, wie Vogelbeere und Weißdorn.
  • Gift im Garten ist tabu! Pestizide töten die Nahrung des Rotkehlchens. Ist nichts zu fressen da, macht es        den  Abflug.
  • Offene Böden statt Schotter! Zur Futtersuche ist das Rotkehlchen auf offene Böden angewiesen. In                größeren  Gärten kann es brüten. Das Weibchen baut sein napfartiges Nest aus Moos, Halmen und Wurzeln, auch an leicht erhöhten Plätzen in Nischen, Hecken und kleinen Höhlen.
  • Befristeter Lockdown für Hauskatzen! Zur Brutzeit – insbesondere Ende April bis Ende Juni, wenn die Jungen flügge werden – bitte Katzen am frühen Morgen und Vormittag nicht aus dem Haus lassen. Rotkehlchen brüten in offenen Nestern im Gebüsch und sind darum für sie leichte Beute. Selbst die bloße Anwesenheit von Katzen kann Vogeleltern davon abhalten, ihre Jungen zu füttern.

 

Der Jahresvogel ist aber nicht nur in Gärten und Parks zuhause. Zwei Drittel aller Rotkehlchen leben im Wald. Darum erfordert diese Art eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Strukturreiche Wälder mit einer Strauchschicht und viel Totholz am Boden sind ideal.

 

 

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen (17,4 Prozent) vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel unter den verbliebenen zehn Stichwahlkandidaten gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal nach 1992 den Titel.

Rebhuhnzählung im Hohenlohekreis

Die Bezirksgeschäftsstelle ist Regionalpartner des landesweiten Rebhuhnmonitoring

„Was ich hier mache? Mit einer Klangatrappe versuche ich, Rebhühner anzulocken um festzustellen ob es in diesem Gebiet noch welche gibt.“ Ein solches Gespräch könnte an 2 Abenden in den letzten Wochen in Mulfingen stattgefunden haben. Unter der Leitung der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis ausgewählt, Gebietskulisse für das landesweite Rebhuhnmonitoring zu sein.

Eine bunt gemischte Truppe ausden Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Forst und Jagd hat sich gefunden um auf verschiedenen Transekten zu prüfen, ob dort Rebhuhnvorkommen existieren.

Das Rebhuhn ist in Mitteleuropa heute überwiegend ein Charaktervogel der Feldflur und der Brachflächen. Als Steppenvogel sind seine ursprünglichen Lebensräume jedoch die Steppen, Waldsteppen und Heidegebiete. Erst umfangreiche landwirtschaftliche Nutzung machte das Rebhuhn zum Kulturfolger. Durch Intensivierung der Landwirtschaft und damit verbundenen Lebensraumverlust ist der Rebhuhnbestand seit 1980 um über 90% geschrumpft.

 

 

Rebhuhnverhör mit Klangatrappe│Foto: Wildforschungsstelle
Rebhuhnverhör mit Klangatrappe│Foto: Wildforschungsstelle
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Presseartikel: Nächtlicher Einsatz für Kröte und Molch - Heilbronner Stimme
2021_03_15 Nächtlicher Einsatz für Kröte
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Bärlauchduft liegt in der Frühlingsluft

Beim Sammeln auf intensiven Knoblauchgeruch achten und Verwechslungen ausschließen

Bärlauchblüte an einem Südhang │Foto: Silke Kunz
Bärlauchblüte an einem Südhang │Foto: Silke Kunz

Im Wald und unter Gehölzen streckt der Bärlauch (Allium ursinum) jetzt seine jungen Triebe hervor. Die essbare Würz- und Heilpflanze ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch und als Alternative zu diesen sehr beliebt. Aus den aromatischen Blättern des Zwiebelgewächses lässt sich ein schmackhaftes grünes Pesto zaubern. Sie kommen frisch aufs Brot oder bereichern Salate und Suppen. Doch Vorsicht beim Pflücken! Bärlauchblätter sehen denen des giftigen Maiglöckchens, das mitunter am selben Waldstandort wächst, und vor allem der stark giftigen Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Sie riechen aber ganz anders. „Wer sichergehen will, kann das Lauchgewächs an einem passenden Ort selbst anpflanzen oder auf dem Markt kaufen. Der Duft macht ansonsten den Unterschied. Zerreibt man eines der lanzenförmigen Blätter zwischen den Fingern, verströmt es einen deutlich knoblauchartigen Duft“, sagt Claudia Wild vom NABU Baden-Württemberg. Außerdem sind Bärlauchblätter zart und matt, Maiglöckchenblätter dagegen etwas fester und glänzend, die Blätter der Herbstzeitlosen dicklich-steif. Nur wer Bärlauch im blütenlosen Zustand sicher erkennen kann, sollte seine Blätter sammeln und vor dem Verarbeiten gründlich waschen, rät der NABU.

 

Beliebte Würz- und Heilpflanze besiedelt feuchte Hänge und Wälder

Bärlauch liebt feuchte Standorte und kalkhaltige Böden in der Nähe von Bächen und in Auwäldern, wo er in ausgedehnten Beständen wächst. Seinen intensiven Knoblauchgeruch kann man oft auf große Distanz wahrnehmen. Frisch ausgetrieben schmecken die Blätter am besten. Wenn die Pflanze zwischen April und Juni zu blühen beginnt, ist die Erntezeit für uns vorbei und die Blätter verlieren ihren Geschmack. Dann wird der Bärlauch zur Insektenweide, wo sich Bienen und Hummeln an Pollen und Nektar bedienen.

 

 

Die alten Germanen schätzten den Bärlauch als besonderes Stärkungsmittel. Tatsächlich enthält Bärlauch in großen Mengen Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan und auch Eisen. Beim Sammeln gilt: „Bitte nur den eigenen Tagesbedarf mitnehmen. Frisch schmeckt Bärlauch ohnehin am besten, die Blätter welken schnell und lieber sollte man ein zweites Mal wiederkommen“, rät Wild. Außerdem sollten nie ganze Flächen leergeräumt werden, in Naturschutzgebieten dürften prinzipiell keine Pflanzen entnommen werden. Pro Pflanze sollte möglichst nur ein Blatt geerntet werden und zwar ganz unten am Stiel.

Störche kommen zurück nach Baden-Württemberg

Rückkehrer aus Spanien sind die Ersten – NABU-Wochenendkurs zur Storchenbetreuung

Weißstorch im Anflug Foto: Marco Lutz
Weißstorch im Anflug Foto: Marco Lutz

Jetzt kehren die ersten Weißstörche aus ihren Winterquartieren zurück und bereiten ihre angestammte Wohnstatt für die Aufzucht der Jungen vor. Meist kommen die Männchen zuerst an ihrem Stammhorst an, in etwa einem Drittel der Fälle sind die Weibchen schneller. „Beim Wiedersehen gibt es dann großes Geklapper, und – sollte das Nest schon besetzt sein – mitunter heftigen Streit“, sagt die Storchenexpertin Ute Reinhard. Bis die Jungstörche schlüpfen, wird das Domizil in aussichtsreicher Lage frisch ausgepolstert. Als Brutplätze bevorzugen Weißstörche Hausdächer, Türme, Strommasten oder Bäume, wobei sie oft ihre Nester selbst ohne jegliche künstliche Nisthilfe bauen.

 

Ein Herz für Störche

Die Weißstörche im Südwesten haben Aufwind, die Bestände erholen sich seit einigen Jahren. Weil die Zahl der Horste zunimmt, sucht der NABU ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die als Fachleute vor Ort die Horste betreuen, Jungstörche beringen und die Daten an Forschungsstellen und Behörden weitergeben. „Wir suchen dringend engagierte Ehrenamtliche mit einem Herz für die Störche und wollen diese in einer Schulung auf ihre wichtigen Aufgaben vorbereiten“, sagt Storchenexpertin Reinhard. Aufgrund der Corona-Situation ist der Termin noch offen, Informationen zur Schulung gibt es unter www.NABU-BW.de/storchenschulung. „Wir müssen Entwicklungen dokumentieren und die Lebensräume des NABU-Wappentiers noch stärker schützen, damit wir bisherige Erfolge für die Zukunft bewahren können. Vergangenes Jahr war – mit durchschnittlich 1,7 Jungtieren pro Paar – leider nur ein mäßig gutes Storchenjahr“, sagt Reinhard.

 

Lebensräume bewahren und für Nahrung sorgen

Damit die Storcheneltern bis zu ihrem Rückflug ins Winterquartier im Spätsommer genügend Nahrung für sich und den Nachwuchs finden, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. „Störche ernähren sich vorwiegend von kleinen Säugetieren und Wirbellosen, wie Mäuse und Regenwürmer, und fangen auch Amphibien, sofern sie noch welche finden“, erklärt die Storchenfachfrau. Mit ihren langen roten Beinen schreiten sie an Tümpeln entlang, staksen über Feuchtwiesen oder folgen bei der Wiesenmahd den Traktoren und lesen dort Insekten und andere Kleintiere auf. Der Tisch für den Storch bleibt aber nur gedeckt, wenn Beutetiere Rückzugsräume finden, in denen sie sich vermehren können. So sollten Wiesen beispielsweise immer zeitlich gestaffelt gemäht. Sind diese lückig und nicht zu intensiv genutzt oder werden beweidet, ist dies für Störche optimal.

 

Hintergrund zum Weißstorch

·       Lebensraum: Der Weißstorch gehört zur Familie der Störche und zur Ordnung der Schreitvögel. Er lebt in offenen Landschaften, Feuchtgrünland, Flussniederungen und -auen mit periodischen Überschwemmungen, sowie extensiv genutzten Wiesen und Weiden. Das Brutareal des Weißstorchs umfasst Europa, Westasien und Nordafrika.

·       Aussehen: Das Gefieder des Weißstorchs ist weiß, nur Schwungfedern und Teile der Oberflügeldecken sind schwarz. Schnabel und die langen Beine sind rot gefärbt. Die Geschlechter ähneln sich äußerlich, wobei der Schnabel des Männchens meist etwas länger und stärker ist.

·       Langstreckenflieger: Die baden-württembergischen Weißstörche fliegen über die Westroute. Wer in Marokko oder gar Mali startet, legt bis zu 4.500 Kilometer zurück, bis im März das Ziel erreicht ist. Immer mehr Störche überwintern allerdings weiter nördlich in Spanien, wo sie auf offenen Müllkippen und in Reisfeldern reichlich Nahrung finden. Von dort fliegen sie im Frühjahr an Küste und Alpenrand entlang gen Heimat. Im Flug streckt der Weißstorch seinen Hals gerade nach vorn – im Unterschied zum Graureiher.

 

·       Nachwuchs: Die Brutzeit für die Jahresbrut beginnt Mitte März und endet Anfang August. Das Gelege mit durchschnittlich drei bis fünf Eiern wird von beiden Partnern 32 bis 33 Tage bebrütet. Nach etwa zwei Monaten verlassen die Jungvögel das Nest. Die Jungvögel sind noch einige Wochen durch ihre schwärzliche Schnabelspitze von den Altvögeln zu unterscheiden.

Nächtliche Krimi-Rufe: Jetzt balzen verliebte Eulen im Wald

Alte Bäume mit großen Naturhöhlen dienen dem Waldkauz als Kinderstube

Entspannter Waldkauz in altem Baum - Foto: NABU/Marco Lutz
Entspannter Waldkauz in altem Baum - Foto: NABU/Marco Lutz

 

Wer ein besonderes Naturphänomen vor der Haustür erleben möchte, sollte sich warm einpacken. Ganz früh morgens oder abends nach Einbruch der Dämmerung kann man mit etwas Glück und Geduld die Balzrufe des Waldkauzes hören. Alte Bäume in der Nähe von Waldstücken oder große Parks sind bei diesen mittelgroßen Eulen beliebt. Besonders eindrucksvoll ist es, ihre Rufe in der Dunkelheit aus nächster Nähe zu hören. Das Männchen ruft durchdringend sein weithin hallendes „Huu-hu-huhuhuhuuuuu“, das Weibchen antwortet etwas rauer – ein Krimi-Duett mit Gänsehautgarantie, wie es oft in entsprechenden Filmen erklingt. Mit ihrem Gesang weisen verliebte Käuze der Dame ihres Herzens den Weg zu geeigneten Bruthöhlen. Diese antwortet oft mit einem schrillen und scharfen „Ku-wItt“. Das Werben erneuert bei bereits bestehenden Partnerschaften die Paarbildung, wer unverpaart ist, sucht ein neues Pendant. Einmal verbunden, hält die Eulen-Ehe meist ein Leben lang. Nicht nur die Partner verständigen sich mit ihren nächtlichen Tönen, auch die Reviernachbarn halten sich so auf Abstand.

 

 

 

Hu-hu in windstiller, kalter Nacht

 

Waldkäuze sind sehr ruffreudig, besonders in trockenen, windstillen Nächten sind sie zu hören. Die Balz beginnt bereits im Herbst dauert den ganzen Winter bis ins zeitige Frühjahr. Anschließend wird gebrütet. War das Werben erfolgreich, liegen wenig später zwei bis vier Eier im Nest, die das Weibchen alleine ausbrütet. Das Männchen macht nur in Brutpausen und zur Nahrungsübergabe eine Stippvisite. „Es verteidigt das Revier jedoch mit allen Kräften. Störenfriede werden im Flug angegriffen“, sagt Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. Nach vier Wochen schlüpfen die Küken und etwa einen Monat später sitzen sie als „Ästlinge“ meist auf Zweigen in der Nähe. „Sie wirken oft scheinbar verlassen, können aber nur einfach noch nicht fliegen.“ Mit etwa drei Monaten sind sie selbständig, im Herbst vertreiben die Elternvögel sie aus dem Revier und schon im darauffolgenden Jahr gründet der Nachwuchs in einem Nachbarrevier seine eigene Familie – und das Krimi-Duett kann von neuem beginnen.

 

 

 

 Fakten zum Waldkauz auf einen Blick:

 

  • Aussehen: 40 bis 42 cm lang mit kompaktem Körperbau, gut getarnt dank rindenfarbigem Gefieder, große dunkle Knopfaugen, freundliches Aussehen, gelber, gekrümmter Schnabel.
  • Nistplätze: Gern bezieht er große Bruthöhlen in alten Bäumen, wie sie durch Astabbrüche oder in abgeknickten oder ausgefaulten Stämmen entstehen. Auch geschützte Nischen, mitunter sogar an Gebäuden, werden bezogen. Für den Waldkauz können spezielle Nistkästen angebracht werden, wenn der Lebensraum dazu passt.
  • Besonderheiten: Mittelgroße Eulenart, fliegt wie alle Eulen nahezu geräuschlos: Ein besonders dichtes, samtartiges Polster auf der Flügeloberseite und kammartige Zähnchen an den Kanten der äußersten Flügelfedern verwirbeln den Luftstrom und unterdrücken jedes Geräusch. Sieht im Dunkeln extrem gut und hört exzellent: Geräusche werden vom Gesichtsschleier wie von einem Trichter schallverstärkt und an die großen, versteckten Ohren weitergeleitet.
  • Vorkommen: Der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, ist unsere häufigste einheimische Eulenart. Er kommt in ganz Baden-Württemberg nahezu flächig vor. Im Südwesten leben rund 8.000 Brutpaare, vor allem in Misch- und Laubwäldern, wie es sie südlich von Stuttgart, auf der Schwäbischen Alb und im Schwäbisch-Fränkischen Wald gibt. Auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand hört man ihn rufen. Er bleibt im Winter hier.
  • Nahrung: Er ernährt sich von allerlei Kleinsäugern, verschmäht aber auch kleine Vögel oder sogar Regenwürmer nicht.

 

Mit Wasserstellen im Garten den tierischen Durst löschen

Auf Sauberkeit bei Trink- und Badestellen für Vögel & Co. achten

badende Amsel - Foto: NABU/Miriam Link
badende Amsel - Foto: NABU/Miriam Link

30.07.2020 – In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen wieder und damit der Bedarf nach einer Erfrischung – auch bei den Tieren. Das perfekte Badewetter nutzen Amsel, Spatz und Co. gerne für eine Planschpartie und zum Trinken aus Wasserbecken, Pfützen oder am flachen Teil des Gartenteichs. Gefragt ist Wasser auch bei Insekten, Eidechsen und anderen Tieren.

 

„An heißen Tagen trocknen natürliche Wasserstellen, wie Pfützen und Gräben, aus. Dann wird den Tieren bereits geholfen, wenn auf dem Balkon oder im Garten künstliche Wasserstellen, wie Vogeltränken oder Wasserschalen, angeboten werden. Jedoch gibt es hierbei ein paar Dinge zu beachten, um kleinere Tiere vor dem Ertrinken zu bewahren oder die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern“, erläutert Leiterin Annette da Luz Correia vom NABU-Bezirk Heilbronn-Hohenlohe.

 

Nur sauberes Wasser hilft den Vögeln im Garten

Das Wasser in einer Wassertränke muss täglich ausgetauscht und die Tränke täglich gereinigt werden. Für die Reinigung von Tränken reicht eine Bürste und kochendes Wasser aus. Alternativ können zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. Nach 24 Stunden in der Sonne sind die meisten kritischen Krankheitserreger unschädlich. Außerdem wird durch die Reinigung und den Wasserwechsel verhindert, dass sich Stechmücken vermehren. „Sobald jedoch an Wassertränken kranke oder tote Vögel vorgefunden werden, muss das Wasserangebot für zumindest mehrere Wochen eingestellt werden“, warnt NABU-Bezirksleiterin Annette da Luz Correia.

 

Auch der richtige Platz für eine Vogeltränke ist wichtig. Vögel sind beim Baden sehr abgelenkt. Damit sie nicht zu leichter Beute für anschleichende Katzen werden, sollte die Badestelle für sie gut einsehbar sein. In nahe Büsche und Bäume können sie sich bei Gefahr schnell flüchten. Ideal sind Vogeltränken mit unterschiedlichen Tiefen zwischen 2,5 cm und 10 cm für verschiedene Arten. Ein rauer Boden bietet den Vögeln genügend Halt. Ein einfacher Blumentopf-Untersetzer ist ebenfalls geeignet.

 

Durstige Insekten vor dem Ertrinken schützen

Damit kleinere Tiere in Teichen mit Steilufern, Regenwassertonnen und an Wasserstellen nicht ertrinken, sind Ausstiegshilfen unerlässlich. Eine Insektentränke auf dem Balkon oder im Garten wird gern von Wild- und Honigbienen zum Wasserholen genutzt. Das Wasser wird als Durstlöscher, zum Kühlen des Bienenstocks, bei der Verarbeitung des Pollens und zum Bau der Nester benötigt. Die Gefahr des Ertrinkens kann die Insekten an der Wasseraufnahme hindern. Für eine gefahrenlose Landung im Wasser sorgen Steine oder ein Stückchen Holz in Wasserschale oder Teich. Regensammelgefäße mit steilen Wänden sollten sicher abgedeckt werden, auch um Stechmücken einzudämmen. Größere Wassertröge können mit einem Holzstock oder Brettchen als Rettungsfloß ausgestattet werden.


Amsel, Drossel, Fink und Star - die Stunde der Gartenvögel ist wieder da

NABU ruft am Muttertagswochenende zur Vogelzählung auf

Vögelzählung - Foto: NABU/S. Hennings
Vögelzählung - Foto: NABU/S. Hennings

29.04.2020 – Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Die NABU-Bezirksgeschäftsstelle Heilbronn-Hohenlohe ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden. „Weil der NABU aktuell Corona-bedingt keine Vogelexkursionen anbieten kann, bleiben wir alle zuhause und beobachten von Fenster und Balkon aus, auf der Terrasse oder im Garten die Vögel“, sagt NABU-Bezirksleiterin Annette Correia.

 

In diesem Jahr erwarten die Ornithologen des NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. „Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik aufgrund eines Bakteriums namens Suttonella ornithocola bedroht, welches eine für die kleinen Vögel tödliche Lungenentzündung auslöst“, so Correia. Die Zählung im Mai wird Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen widerspiegelt.

 

Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur direkt vor ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. „Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt“, so Correia. Im vergangenen Jahr hatten im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie im Hohenlohekreis insgesamt 430 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht. Sie meldeten über 8200 Vögel aus fast 270 Gärten. Je mehr Menschen teilnehmen, umso aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.

 

Und so funktioniert es:

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

 

Zählhilfe und Meldebogen unter: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/mitmachen/index.html


Werbeaktion von Tür zu Tür startete am 09.03.2020

Vorsitzende Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn und Umgebung e. V. mit dem Werbeteam - Foto: NABU
Vorsitzende Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn und Umgebung e. V. mit dem Werbeteam - Foto: NABU

10.03.2020 - Der Natur- und Artenschutz braucht dringend Unterstützung. Davon ist der NABU Heilbronn und Umgebung e. V. überzeugt. Daher startete er am 9. März eine Werbeaktion, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu begeistern.

 

Zurzeit ist ein „Werbeteam“ für den NABU im Stadtkreis Heilbronn sowie in den Gemeinden Abstatt, Flein, Ilsfeld, Talheim und Untergruppenbach unterwegs. Das Team besteht aus jungen Menschen, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisati-on Mitglieder zu gewinnen. Die Werber/-innen sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mit-geführten Werberausweis erkennbar. Sie dürfen kein Bargeld annehmen.

Aktualisierung 16.03.20: Die NABU-Werbeaktion bei der NABU-Gruppe Heilbronn und Umgebung e. V. wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation eingestellt.


Der NABU im Stadt- und Landkreis Heilbronn sucht weitere Unterstützer

Mitgliederwerbung bei den NABU-Gruppen Östlicher Kraichau e. V. und Bad Friedrichshall und Umgebung e. V.

Werbeteam mit Adrienne Schmezer, Vorsitzende des NABU Östlicher Kraichgau e. V. - Foto: NABU
Werbeteam mit Adrienne Schmezer, Vorsitzende des NABU Östlicher Kraichgau e. V. - Foto: NABU

15.01.2020 - Der Natur- und Artenschutz braucht dringend Unterstützung. Davon ist der NABU Östlicher Kraichgau e. V. und der NABU Bad Friedrichshall und Umgebung e. V. überzeugt. Daher läuft die NABU-Mitgliederwerbeaktion seit 7. Januar 2020 in den Gebieten der beiden Gruppen, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu begeistern.

Das Werbeteam besteht aus Studierenden, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisation Mitglieder zu gewinnen. Die Studierenden sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mitgeführten Werberausweis erkennbar. Sie dürfen kein Bargeld annehmen.


NABU demonstrierte beim Klimastreik für mehr Klima- und Artenschutz

03.12.2019 - Am 29. November haben wir uns am "Globalen Klimastreik" in Heilbronn beteiligt. Los ging`s am Bollwerksturm, wo wir uns mit  weiteren Vertretern von Verbänden und Organisationen versammelten und gemeinsam den Kundgebungen der "Fridays und Parents for Future" lauschten. Bei einer Tasse Punsch gab es Gelegenheit für  interessante Gespräche. Neben Schülern aus dem Stadt- und Landkreis waren auch viele Eltern und Großeltern gekommen. Mit Worten und selbst gebastelten Plakaten machten sie auf die drohende Erderwärmung und den persönlichen CO2-Fußabdruck aufmerksam. Auf dem Schild einer Jugendlichen war eine traurige "Biene Maja" zu sehen. Für uns als Engagierte im Artenschutz ist das eine besonders schmerzliche Mahnung, wie sehr unser Lebensstil und der Klimawandel unserer Insektenwelt zu schaffen macht. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Tieren und heimischen Lebensräumen eine Stimme geben, die Schülerinnen und Schüler unterstützen und mit unseren vielen Naturschutz-Projekten den jungen Menschen Mut machen.

 

Bemerkenswert war auch, dass der ein und andere NABU-Aktive seine Mittagspause nutzte, um uns beim anschließenden Protestmarsch in der Innenstadt aufzuspüren und ein Stück mitzulaufen. Wie praktisch, dass wir in unseren blauen NABU-Jacken gut zu erkennen waren, denn immerhin nahmen um die 600 Klimaschützer an der Veranstaltung teil. Auch unser Werbeteam, welches aus engagierten Studierenden besteht, besuchte die Demo.

 

Text: Alice Ehlich


NABU sucht weitere Unterstützer im Stadt- und Landkreis Heilbronn

Auftakttreffen mit Werber/-innen in Kleingartach - Foto: NABU/Markus Pagel
Auftakttreffen mit Werber/-innen in Kleingartach - Foto: NABU/Markus Pagel

18.11.19 - Der NABU wirbt ab dem 18. November 2019 im Stadt- und Landkreis Heilbronn von Haus zu Haus für mehr Mitglieder. Begonnen wird bei den NABU-Gruppen Eppingen-Elsenz und Schwaigern. Elf Studenten werden unterwegs sein, um Unterstützer für den NABU zu suchen. Die Studierenden sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mitgeführten Werberausweis erkennbar.

 

Der NABU ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Arbeit für Natur und Umwelt zum großen Teil aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Bei unserer Aktion handelt es sich um Information über die NABU-Arbeit und Werbung von Fördermitgliedern. Es wird kein Bargeld angenommen.

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18.11.2019 Pressemitteilung - NABU sucht weitere Unterstützer im Stadt- und Landkreis Heilbronn
2019-11-11 PM Start der Tür-zu-Tür-Werbu
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