Mitteilungen aus dem Bezirk

Es ist heiß - jetzt Vogeltränken aufstellen!

Kohlmeise beim Baden | Foto: Miriam Link
Kohlmeise beim Baden | Foto: Miriam Link

Nicht nur Menschen müssen bei hohen Temperaturen mehr trinken. Auch Vögel und andere Tiere versuchen, ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken. Der NABU bittet daher Garten- und Balkonbesitzerinnen und -besitzer, Vögeln mit einfachen Wasserstellen auszuhelfen. „In vielen Siedlungen und in weiten Teilen der Agrarlandschaft sind die natürlichen Gewässer verschwunden. Jeder Gartenteich ist daher eine lebenswichtige Oase für viele Tiere“, erklärt Volker Weiß, Biologe beim NABU Baden-Württemberg. „Aber auch kleinere Lösungen sind eine große Hilfe: Eine Vogeltränke auf dem Balkon wird von Amseln, Meisen und Rotschwänzen gerne angenommen.“

Vielen Gartenbesitzern und -besitzerinnen kann eine solche Vogeltränke auch ganz eigennützige Vorteile bieten: Wenn die Vögel an der Wasserschale trinken, löschen sie ihren Durst weniger an Kirschen und Johannisbeeren.

Um eine Vogeltränke einzurichten, braucht es nicht viel: Ein einfacher Blumentopf-Untersetzer oder ein ausrangierter Suppenteller, gefüllt mit klarem Wasser, erfüllt den Zweck vollauf. „Wichtig ist, dass man das Gefäß sauber hält und das Wasser jeden Tag wechselt, damit sich keine Krankheiten ausbreiten können“, erklärt Weiß. Die Vögel könnten sich sonst mit Salmonellen oder einzelligen Geißeltierchen infizieren.

Bitte beachten Sie jedoch folgenden Hinweis: Beim Anbieten von Trink- und Badewasser im Sommer besteht die Gefahr der Infektion der Vögel mit Krankheitserregern wie Trichomonaden, die in größerer Zahl insbesondere Grünfinken befallen können. Gegen die in allen Fällen tödliche Krankheit helfen auch Hygienemaßnahmen wenig. Bauen Sie daher die Vogeltränke sofort ab, sollten Sie kranke oder tote Vögel vorfinden!

 

 




Bewerbung für NABU-Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ möglich

Mehlschwalbe | Foto: NABU
Mehlschwalbe | Foto: NABU

Nach und nach kommen die Schwalben zurück in den Kreis Heilbronn. Die ortstreuen Mehl-, Rauch- und Uferschwalben kehren jedes Jahr an ihre Brutplätze zurück. Dafür müssen die Langstreckenzieher teils mehr als 12.000 Flugkilometer hinter sich bringen. „Diese unglaubliche Leistung der nur zwölf bis 18 Zentimeter großen Vögel gehört belohnt. Mit Nistplätzen und einer attraktiven, insektenreichen Natur können wir den Frühlingsboten zu einem guten Start in die Brutsaison verhelfen“, sagt Rudi Apel, Schwalbenbeauftragter des NABU Baden-Württemberg.

 

Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ macht der NABU seit vielen Jahren auf die Not, vor allem von Rauch- und Mehlschwalben, aufmerksam, die in der menschlichen Umgebung wohnen. Eine Plakette zeichnet Hausbesitzerinnen und -besitzer aus, die den Schwalben Obdach geben. „Der Anblick der grazilen Flieger lässt viele Herzen höherschlagen und verbreitet gute Laune, denn sie läuten die warme Jahreszeit ein“, sagt Apel.

 

 

Haus- und Hofbesitzer*innen, welche Schwalben ein zu Hause bieten, haben die Möglichkeit, sich beim NABU um die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ zu bewerben. Sie können sich dafür entweder bei der für sie zuständigen Ortsgruppe melden oder sich hier direkt bewerben.

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Flyer zur Auszeichnung "Schwalbenfreundlicher Hof"
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Wer hat die schönsten Vogeleier?

Bunte Welt der Brutvögel im Südwesten zeigt sich in vielfältigen Eierfarben und -formen

Vergleich Amsel- und Hühnerei│Foto: Stefan Bosch
Vergleich Amsel- und Hühnerei│Foto: Stefan Bosch

 

Ostern steht vor der Tür. Viele liebevoll verzierte und bunt bemalte Eier schmücken wieder die Gärten. Doch auch die Vogelwelt beherrscht die Eierfärbung. Vogeleier sind eine tolle Erfindung der Evolution. Sie sind stabil, wasserabweisend und so individuell, dass manche Vögel wie die Seeschwalben ihre Eier an der speziellen Färbung erkennen können. Die Eier sind rund, oval oder spitz sowie matt oder glänzend. Es gibt schlicht weiße wie bei Eulen und Spechten oder gut getarnte wie bei den Bodenbrütern, deren Eier in Brauntönen gefärbt und gefleckt sind. Und weil es so viele verschiedene Vogeleier gibt, beschäftigt sich die Oologie als wissenschaftlicher Zweig der Ornithologie mit der Eierkunde – nicht nur an Ostern (das ist kein Aprilscherz).

 

 

 

Von zwei Dritteln der weltweit ungefähr 12.000 Vogelarten kennt man die Nester und Eier, etwa 200 davon brüten regelmäßig im Südwesten. Viele Vogelarten machen nur eine Brut, kleinere Singvögel oder Schwalben auch zwei, selten drei. Ist das letzte Ei gelegt, kümmert sich meist das Weibchen ums Brüten. Während Hühner heute das ganze Jahr über Eier legen, geht es bei den Singvögeln im Land jetzt erst richtig los. Frühstarter sind die Spatzen, aber auch die Wanderfalken brüten schon und können per NABU-Webcam dabei beobachtet werden.

 

 

 

Wer legt die meisten Eier?

 

Die wohl meisten Eier legen Hühnervögel, wie zum Beispiel das Rebhuhn, mit bis zu 20 Eiern pro Gelege. Die Hühner gehören außerdem zu den Vogelarten, die bei Verlust des Geleges sogar mehrmals nachlegen können. Dass die Zahl des Rebhuhns trotzdem rasant abgestürzt ist, liegt vor allem am Verlust von Vielfalt in der Feldflur: Weil lückige Getreidebestände, Brachen, Ackerraine und Altgrasstreifen die intensive Bewirtschaftung stören und beseitigt wurden, fehlt ihnen Deckung und Futter.

 

Bei den Singvögeln belegt die Blaumeise den Spitzenplatz beim Eierlegen mit bis zu 15 Eiern pro Gelege. Alle Vogeleltern müssen intensive Brutpflege betreiben, damit es mit dem Nachwuchs klappt. Ist das Nest gut geschützt und wurden die Eier stetig bebrütet, müssen bald ausreichend viele Insekten gefangen und verfüttert werden, bis die Jungen flügge sind.

 

 

 

Warum sind Vogeleier so verschieden?

 

Vogeleier erhalten ihre Farbe vor allem durch zwei Pigmente. Diese färben sie entweder gleichmäßig blau oder grünlichblau ein, wie die türkisen Eier der Singdrossel oder die blassblauen des Stars. Oder die Eier erhalten eine dünne Farbschicht von rot über braun bis schwarz, wie beim Wanderfalken-Ei. Durch das rötliche Pigment kann eine weiße Schale gelb oder rostbraun und eine blaue Schale grün oder olivfarben erscheinen. Außerdem ist das Pigment für die Schalenzeichnung verantwortlich und gibt dem Ei den letzten Schmiss, so bei der Goldammer, deren helle Eier durch filigrane schwarze Kritzelstriche verziert sind. Da eine Eischale aus mehreren Schichten besteht, können sich die Pigmente überlagern und so graue, purpurfarbene oder sogar blassviolette Schattierungen entstehen.

 

 

 

Wozu sind die Eier gefärbt?

 

Die Eierfarbe dient meist der Tarnung oder zur Abwehr von Fressfeinden. Die Eier des Flussregenpfeifers etwa sehen aus wie kleine Kieselsteine und verschwinden somit optisch. Auch der Kiebitz beherrscht die Eiertarnung perfekt. Sein Gelege wird quasi unsichtbar auf trockenen Wiesenhalmen. Zwar sind die Eier so gut vor Räubern geschützt. Doch weil sein Lebensraum, vor allem Feuchtwiesen, schwindet, brüteten bei der letzten Zählung im Südwesten nur noch 500 bis 700 Kiebitz-Paare, vor allem in der Rheinebene.

 

 

 

Von den in Deutschland verbreiteten Vögeln legt das Sommergoldhähnchen die kleinsten, der Höckerschwan die größten Eier. Im Vergleich zur Körpergröße ist jedoch das Ei des Zaunkönigs um ein vielfaches größer. Der kreativste Eierfabrikant ist sicherlich der Kuckuck: Das Weibchen ahmt in Grundfärbung und Fleckung die Eier des Wirtsvogels so exakt wie möglich nach. Dafür muss der Kuckuck einer Vogelart treu bleiben, dem er gekonnt das eigene Ei untermogelt. Allerdings sorgt der Klimawandel immer öfter dafür, dass der Kuckuck das Zeitfenster verpasst. Kehrt er dann zur gewohnten Zeit zurück, sitzt im Nest der Zieheltern bereits der eigene Nachwuchs und bettelt um Futter.

 

 

 

Übrigens: Die Wanderfalken-Webcams des NABU sind unter www.NABU-BW.de/webcam verlinkt.

 

Mehr Gartenwildnis wagen für den Vogel des Jahres

Das frischgekürte Rotkehlchen mag geschützte Hecken und naturnahe Ecken

Foto: NABU│Windfried Rusch
Foto: NABU│Windfried Rusch

Klein, rund und knopfäugig: das zutrauliche Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres. Zum Start der Gartensaison wirbt der NABU Baden-Württemberg für mehr Wildnis und Entspannung bei der Pflege von Gärten und Grünflächen. Das Rotkehlchen ist der achthäufigste Vogel in Deutschland und bundesweit zuhause. Rund zehn Prozent des Bestands brütet im Südwesten. „Wir Baden-Württemberger haben damit eine besondere Aufgabe. Damit sich das Rotkehlchen weiterhin bei uns so wohl fühlt, müssen Gärten, Parks und Wälder möglichst naturnah gestaltet werden. Und davon profitiert nicht nur das kleine Knopfauge“, sagt NABU-Ornithologe Stefan Bosch.

 

Nestbau ist beim Rotkehlchen Frauensache

Erithacus rubecula, so der lateinische Name des Rotkehlchens, ist sehr territorial. Einmal da, besetzt es mit seinem Partner ein bestimmtes Gebiet und verteidigt es gegen Artgenossen. Man sieht also immer dieselben Vögel – so hat jede und jeder einen ganz „persönlichen“ Vogel des Jahres im Garten. Häufig kann man erleben, dass ein Rotkehlchen beim Umgraben neugierig zuschaut und ganz nah herankommt. „Die Gartenarbeit legt einige Leckerbissen frei, die eilig eingesammelt werden, sobald die Bahn frei ist“, erklärt Bosch. Während die meisten Vogelarten nur zur Brutzeit singen, ist das Rotkehlchen auch im Winter zu hören, um das eigene Revier zu verteidigen. Dann singen sogar die Weibchen. Rotkehlchen sind Frühaufsteher: 50 Minuten vor Sonnenaufgang sind sie am Start. Möglich machen das die großen schwarzen Augen, mit denen die Tiere auch im Halbdunkel gut sehen können.

 

Damit der Jahresvogel sich bei uns wohlfühlt, können Gartenbesitzende einiges tun:

  • Mut zur Unordnung! Wilde Ecken mit dichten Sträuchern sind für Erithacus rubecula ein Paradies. Hier findet es Schutz. Unter am Boden liegendem Laub sucht es Nahrung. Auf dem Speiseplan stehen Würmer, Schnecken, Spinnen und Insekten. In der kalten Jahreszeit mag es auch Beeren von heimischen Gehölzen, wie Vogelbeere und Weißdorn.
  • Gift im Garten ist tabu! Pestizide töten die Nahrung des Rotkehlchens. Ist nichts zu fressen da, macht es        den  Abflug.
  • Offene Böden statt Schotter! Zur Futtersuche ist das Rotkehlchen auf offene Böden angewiesen. In                größeren  Gärten kann es brüten. Das Weibchen baut sein napfartiges Nest aus Moos, Halmen und Wurzeln, auch an leicht erhöhten Plätzen in Nischen, Hecken und kleinen Höhlen.
  • Befristeter Lockdown für Hauskatzen! Zur Brutzeit – insbesondere Ende April bis Ende Juni, wenn die Jungen flügge werden – bitte Katzen am frühen Morgen und Vormittag nicht aus dem Haus lassen. Rotkehlchen brüten in offenen Nestern im Gebüsch und sind darum für sie leichte Beute. Selbst die bloße Anwesenheit von Katzen kann Vogeleltern davon abhalten, ihre Jungen zu füttern.

 

Der Jahresvogel ist aber nicht nur in Gärten und Parks zuhause. Zwei Drittel aller Rotkehlchen leben im Wald. Darum erfordert diese Art eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Strukturreiche Wälder mit einer Strauchschicht und viel Totholz am Boden sind ideal.

 

 

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen (17,4 Prozent) vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel unter den verbliebenen zehn Stichwahlkandidaten gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal nach 1992 den Titel.

Rebhuhnzählung im Hohenlohekreis

Die Bezirksgeschäftsstelle ist Regionalpartner des landesweiten Rebhuhnmonitoring

„Was ich hier mache? Mit einer Klangatrappe versuche ich, Rebhühner anzulocken um festzustellen ob es in diesem Gebiet noch welche gibt.“ Ein solches Gespräch könnte an 2 Abenden in den letzten Wochen in Mulfingen stattgefunden haben. Unter der Leitung der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis ausgewählt, Gebietskulisse für das landesweite Rebhuhnmonitoring zu sein.

Eine bunt gemischte Truppe ausden Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Forst und Jagd hat sich gefunden um auf verschiedenen Transekten zu prüfen, ob dort Rebhuhnvorkommen existieren.

Das Rebhuhn ist in Mitteleuropa heute überwiegend ein Charaktervogel der Feldflur und der Brachflächen. Als Steppenvogel sind seine ursprünglichen Lebensräume jedoch die Steppen, Waldsteppen und Heidegebiete. Erst umfangreiche landwirtschaftliche Nutzung machte das Rebhuhn zum Kulturfolger. Durch Intensivierung der Landwirtschaft und damit verbundenen Lebensraumverlust ist der Rebhuhnbestand seit 1980 um über 90% geschrumpft.

 

 

Rebhuhnverhör mit Klangatrappe│Foto: Wildforschungsstelle
Rebhuhnverhör mit Klangatrappe│Foto: Wildforschungsstelle
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Presseartikel: Nächtlicher Einsatz für Kröte und Molch - Heilbronner Stimme
2021_03_15 Nächtlicher Einsatz für Kröte
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Bärlauchduft liegt in der Frühlingsluft

Beim Sammeln auf intensiven Knoblauchgeruch achten und Verwechslungen ausschließen

Bärlauchblüte an einem Südhang │Foto: Silke Kunz
Bärlauchblüte an einem Südhang │Foto: Silke Kunz

Im Wald und unter Gehölzen streckt der Bärlauch (Allium ursinum) jetzt seine jungen Triebe hervor. Die essbare Würz- und Heilpflanze ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch und als Alternative zu diesen sehr beliebt. Aus den aromatischen Blättern des Zwiebelgewächses lässt sich ein schmackhaftes grünes Pesto zaubern. Sie kommen frisch aufs Brot oder bereichern Salate und Suppen. Doch Vorsicht beim Pflücken! Bärlauchblätter sehen denen des giftigen Maiglöckchens, das mitunter am selben Waldstandort wächst, und vor allem der stark giftigen Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Sie riechen aber ganz anders. „Wer sichergehen will, kann das Lauchgewächs an einem passenden Ort selbst anpflanzen oder auf dem Markt kaufen. Der Duft macht ansonsten den Unterschied. Zerreibt man eines der lanzenförmigen Blätter zwischen den Fingern, verströmt es einen deutlich knoblauchartigen Duft“, sagt Claudia Wild vom NABU Baden-Württemberg. Außerdem sind Bärlauchblätter zart und matt, Maiglöckchenblätter dagegen etwas fester und glänzend, die Blätter der Herbstzeitlosen dicklich-steif. Nur wer Bärlauch im blütenlosen Zustand sicher erkennen kann, sollte seine Blätter sammeln und vor dem Verarbeiten gründlich waschen, rät der NABU.

 

Beliebte Würz- und Heilpflanze besiedelt feuchte Hänge und Wälder

Bärlauch liebt feuchte Standorte und kalkhaltige Böden in der Nähe von Bächen und in Auwäldern, wo er in ausgedehnten Beständen wächst. Seinen intensiven Knoblauchgeruch kann man oft auf große Distanz wahrnehmen. Frisch ausgetrieben schmecken die Blätter am besten. Wenn die Pflanze zwischen April und Juni zu blühen beginnt, ist die Erntezeit für uns vorbei und die Blätter verlieren ihren Geschmack. Dann wird der Bärlauch zur Insektenweide, wo sich Bienen und Hummeln an Pollen und Nektar bedienen.

 

 

Die alten Germanen schätzten den Bärlauch als besonderes Stärkungsmittel. Tatsächlich enthält Bärlauch in großen Mengen Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan und auch Eisen. Beim Sammeln gilt: „Bitte nur den eigenen Tagesbedarf mitnehmen. Frisch schmeckt Bärlauch ohnehin am besten, die Blätter welken schnell und lieber sollte man ein zweites Mal wiederkommen“, rät Wild. Außerdem sollten nie ganze Flächen leergeräumt werden, in Naturschutzgebieten dürften prinzipiell keine Pflanzen entnommen werden. Pro Pflanze sollte möglichst nur ein Blatt geerntet werden und zwar ganz unten am Stiel.

Störche kommen zurück nach Baden-Württemberg

Rückkehrer aus Spanien sind die Ersten – NABU-Wochenendkurs zur Storchenbetreuung

Weißstorch im Anflug Foto: Marco Lutz
Weißstorch im Anflug Foto: Marco Lutz

Jetzt kehren die ersten Weißstörche aus ihren Winterquartieren zurück und bereiten ihre angestammte Wohnstatt für die Aufzucht der Jungen vor. Meist kommen die Männchen zuerst an ihrem Stammhorst an, in etwa einem Drittel der Fälle sind die Weibchen schneller. „Beim Wiedersehen gibt es dann großes Geklapper, und – sollte das Nest schon besetzt sein – mitunter heftigen Streit“, sagt die Storchenexpertin Ute Reinhard. Bis die Jungstörche schlüpfen, wird das Domizil in aussichtsreicher Lage frisch ausgepolstert. Als Brutplätze bevorzugen Weißstörche Hausdächer, Türme, Strommasten oder Bäume, wobei sie oft ihre Nester selbst ohne jegliche künstliche Nisthilfe bauen.

 

Ein Herz für Störche

Die Weißstörche im Südwesten haben Aufwind, die Bestände erholen sich seit einigen Jahren. Weil die Zahl der Horste zunimmt, sucht der NABU ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die als Fachleute vor Ort die Horste betreuen, Jungstörche beringen und die Daten an Forschungsstellen und Behörden weitergeben. „Wir suchen dringend engagierte Ehrenamtliche mit einem Herz für die Störche und wollen diese in einer Schulung auf ihre wichtigen Aufgaben vorbereiten“, sagt Storchenexpertin Reinhard. Aufgrund der Corona-Situation ist der Termin noch offen, Informationen zur Schulung gibt es unter www.NABU-BW.de/storchenschulung. „Wir müssen Entwicklungen dokumentieren und die Lebensräume des NABU-Wappentiers noch stärker schützen, damit wir bisherige Erfolge für die Zukunft bewahren können. Vergangenes Jahr war – mit durchschnittlich 1,7 Jungtieren pro Paar – leider nur ein mäßig gutes Storchenjahr“, sagt Reinhard.

 

Lebensräume bewahren und für Nahrung sorgen

Damit die Storcheneltern bis zu ihrem Rückflug ins Winterquartier im Spätsommer genügend Nahrung für sich und den Nachwuchs finden, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. „Störche ernähren sich vorwiegend von kleinen Säugetieren und Wirbellosen, wie Mäuse und Regenwürmer, und fangen auch Amphibien, sofern sie noch welche finden“, erklärt die Storchenfachfrau. Mit ihren langen roten Beinen schreiten sie an Tümpeln entlang, staksen über Feuchtwiesen oder folgen bei der Wiesenmahd den Traktoren und lesen dort Insekten und andere Kleintiere auf. Der Tisch für den Storch bleibt aber nur gedeckt, wenn Beutetiere Rückzugsräume finden, in denen sie sich vermehren können. So sollten Wiesen beispielsweise immer zeitlich gestaffelt gemäht. Sind diese lückig und nicht zu intensiv genutzt oder werden beweidet, ist dies für Störche optimal.

 

Hintergrund zum Weißstorch

·       Lebensraum: Der Weißstorch gehört zur Familie der Störche und zur Ordnung der Schreitvögel. Er lebt in offenen Landschaften, Feuchtgrünland, Flussniederungen und -auen mit periodischen Überschwemmungen, sowie extensiv genutzten Wiesen und Weiden. Das Brutareal des Weißstorchs umfasst Europa, Westasien und Nordafrika.

·       Aussehen: Das Gefieder des Weißstorchs ist weiß, nur Schwungfedern und Teile der Oberflügeldecken sind schwarz. Schnabel und die langen Beine sind rot gefärbt. Die Geschlechter ähneln sich äußerlich, wobei der Schnabel des Männchens meist etwas länger und stärker ist.

·       Langstreckenflieger: Die baden-württembergischen Weißstörche fliegen über die Westroute. Wer in Marokko oder gar Mali startet, legt bis zu 4.500 Kilometer zurück, bis im März das Ziel erreicht ist. Immer mehr Störche überwintern allerdings weiter nördlich in Spanien, wo sie auf offenen Müllkippen und in Reisfeldern reichlich Nahrung finden. Von dort fliegen sie im Frühjahr an Küste und Alpenrand entlang gen Heimat. Im Flug streckt der Weißstorch seinen Hals gerade nach vorn – im Unterschied zum Graureiher.

 

·       Nachwuchs: Die Brutzeit für die Jahresbrut beginnt Mitte März und endet Anfang August. Das Gelege mit durchschnittlich drei bis fünf Eiern wird von beiden Partnern 32 bis 33 Tage bebrütet. Nach etwa zwei Monaten verlassen die Jungvögel das Nest. Die Jungvögel sind noch einige Wochen durch ihre schwärzliche Schnabelspitze von den Altvögeln zu unterscheiden.

Nächtliche Krimi-Rufe: Jetzt balzen verliebte Eulen im Wald

Alte Bäume mit großen Naturhöhlen dienen dem Waldkauz als Kinderstube

Entspannter Waldkauz in altem Baum - Foto: NABU/Marco Lutz
Entspannter Waldkauz in altem Baum - Foto: NABU/Marco Lutz

 

Wer ein besonderes Naturphänomen vor der Haustür erleben möchte, sollte sich warm einpacken. Ganz früh morgens oder abends nach Einbruch der Dämmerung kann man mit etwas Glück und Geduld die Balzrufe des Waldkauzes hören. Alte Bäume in der Nähe von Waldstücken oder große Parks sind bei diesen mittelgroßen Eulen beliebt. Besonders eindrucksvoll ist es, ihre Rufe in der Dunkelheit aus nächster Nähe zu hören. Das Männchen ruft durchdringend sein weithin hallendes „Huu-hu-huhuhuhuuuuu“, das Weibchen antwortet etwas rauer – ein Krimi-Duett mit Gänsehautgarantie, wie es oft in entsprechenden Filmen erklingt. Mit ihrem Gesang weisen verliebte Käuze der Dame ihres Herzens den Weg zu geeigneten Bruthöhlen. Diese antwortet oft mit einem schrillen und scharfen „Ku-wItt“. Das Werben erneuert bei bereits bestehenden Partnerschaften die Paarbildung, wer unverpaart ist, sucht ein neues Pendant. Einmal verbunden, hält die Eulen-Ehe meist ein Leben lang. Nicht nur die Partner verständigen sich mit ihren nächtlichen Tönen, auch die Reviernachbarn halten sich so auf Abstand.

 

 

 

Hu-hu in windstiller, kalter Nacht

 

Waldkäuze sind sehr ruffreudig, besonders in trockenen, windstillen Nächten sind sie zu hören. Die Balz beginnt bereits im Herbst dauert den ganzen Winter bis ins zeitige Frühjahr. Anschließend wird gebrütet. War das Werben erfolgreich, liegen wenig später zwei bis vier Eier im Nest, die das Weibchen alleine ausbrütet. Das Männchen macht nur in Brutpausen und zur Nahrungsübergabe eine Stippvisite. „Es verteidigt das Revier jedoch mit allen Kräften. Störenfriede werden im Flug angegriffen“, sagt Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. Nach vier Wochen schlüpfen die Küken und etwa einen Monat später sitzen sie als „Ästlinge“ meist auf Zweigen in der Nähe. „Sie wirken oft scheinbar verlassen, können aber nur einfach noch nicht fliegen.“ Mit etwa drei Monaten sind sie selbständig, im Herbst vertreiben die Elternvögel sie aus dem Revier und schon im darauffolgenden Jahr gründet der Nachwuchs in einem Nachbarrevier seine eigene Familie – und das Krimi-Duett kann von neuem beginnen.

 

 

 

 Fakten zum Waldkauz auf einen Blick:

 

  • Aussehen: 40 bis 42 cm lang mit kompaktem Körperbau, gut getarnt dank rindenfarbigem Gefieder, große dunkle Knopfaugen, freundliches Aussehen, gelber, gekrümmter Schnabel.
  • Nistplätze: Gern bezieht er große Bruthöhlen in alten Bäumen, wie sie durch Astabbrüche oder in abgeknickten oder ausgefaulten Stämmen entstehen. Auch geschützte Nischen, mitunter sogar an Gebäuden, werden bezogen. Für den Waldkauz können spezielle Nistkästen angebracht werden, wenn der Lebensraum dazu passt.
  • Besonderheiten: Mittelgroße Eulenart, fliegt wie alle Eulen nahezu geräuschlos: Ein besonders dichtes, samtartiges Polster auf der Flügeloberseite und kammartige Zähnchen an den Kanten der äußersten Flügelfedern verwirbeln den Luftstrom und unterdrücken jedes Geräusch. Sieht im Dunkeln extrem gut und hört exzellent: Geräusche werden vom Gesichtsschleier wie von einem Trichter schallverstärkt und an die großen, versteckten Ohren weitergeleitet.
  • Vorkommen: Der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, ist unsere häufigste einheimische Eulenart. Er kommt in ganz Baden-Württemberg nahezu flächig vor. Im Südwesten leben rund 8.000 Brutpaare, vor allem in Misch- und Laubwäldern, wie es sie südlich von Stuttgart, auf der Schwäbischen Alb und im Schwäbisch-Fränkischen Wald gibt. Auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand hört man ihn rufen. Er bleibt im Winter hier.
  • Nahrung: Er ernährt sich von allerlei Kleinsäugern, verschmäht aber auch kleine Vögel oder sogar Regenwürmer nicht.

 

Mit Wasserstellen im Garten den tierischen Durst löschen

Auf Sauberkeit bei Trink- und Badestellen für Vögel & Co. achten

badende Amsel - Foto: NABU/Miriam Link
badende Amsel - Foto: NABU/Miriam Link

30.07.2020 – In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen wieder und damit der Bedarf nach einer Erfrischung – auch bei den Tieren. Das perfekte Badewetter nutzen Amsel, Spatz und Co. gerne für eine Planschpartie und zum Trinken aus Wasserbecken, Pfützen oder am flachen Teil des Gartenteichs. Gefragt ist Wasser auch bei Insekten, Eidechsen und anderen Tieren.

 

„An heißen Tagen trocknen natürliche Wasserstellen, wie Pfützen und Gräben, aus. Dann wird den Tieren bereits geholfen, wenn auf dem Balkon oder im Garten künstliche Wasserstellen, wie Vogeltränken oder Wasserschalen, angeboten werden. Jedoch gibt es hierbei ein paar Dinge zu beachten, um kleinere Tiere vor dem Ertrinken zu bewahren oder die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern“, erläutert Leiterin Annette da Luz Correia vom NABU-Bezirk Heilbronn-Hohenlohe.

 

Nur sauberes Wasser hilft den Vögeln im Garten

Das Wasser in einer Wassertränke muss täglich ausgetauscht und die Tränke täglich gereinigt werden. Für die Reinigung von Tränken reicht eine Bürste und kochendes Wasser aus. Alternativ können zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. Nach 24 Stunden in der Sonne sind die meisten kritischen Krankheitserreger unschädlich. Außerdem wird durch die Reinigung und den Wasserwechsel verhindert, dass sich Stechmücken vermehren. „Sobald jedoch an Wassertränken kranke oder tote Vögel vorgefunden werden, muss das Wasserangebot für zumindest mehrere Wochen eingestellt werden“, warnt NABU-Bezirksleiterin Annette da Luz Correia.

 

Auch der richtige Platz für eine Vogeltränke ist wichtig. Vögel sind beim Baden sehr abgelenkt. Damit sie nicht zu leichter Beute für anschleichende Katzen werden, sollte die Badestelle für sie gut einsehbar sein. In nahe Büsche und Bäume können sie sich bei Gefahr schnell flüchten. Ideal sind Vogeltränken mit unterschiedlichen Tiefen zwischen 2,5 cm und 10 cm für verschiedene Arten. Ein rauer Boden bietet den Vögeln genügend Halt. Ein einfacher Blumentopf-Untersetzer ist ebenfalls geeignet.

 

Durstige Insekten vor dem Ertrinken schützen

Damit kleinere Tiere in Teichen mit Steilufern, Regenwassertonnen und an Wasserstellen nicht ertrinken, sind Ausstiegshilfen unerlässlich. Eine Insektentränke auf dem Balkon oder im Garten wird gern von Wild- und Honigbienen zum Wasserholen genutzt. Das Wasser wird als Durstlöscher, zum Kühlen des Bienenstocks, bei der Verarbeitung des Pollens und zum Bau der Nester benötigt. Die Gefahr des Ertrinkens kann die Insekten an der Wasseraufnahme hindern. Für eine gefahrenlose Landung im Wasser sorgen Steine oder ein Stückchen Holz in Wasserschale oder Teich. Regensammelgefäße mit steilen Wänden sollten sicher abgedeckt werden, auch um Stechmücken einzudämmen. Größere Wassertröge können mit einem Holzstock oder Brettchen als Rettungsfloß ausgestattet werden.


Amsel, Drossel, Fink und Star - die Stunde der Gartenvögel ist wieder da

NABU ruft am Muttertagswochenende zur Vogelzählung auf

Vögelzählung - Foto: NABU/S. Hennings
Vögelzählung - Foto: NABU/S. Hennings

29.04.2020 – Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Die NABU-Bezirksgeschäftsstelle Heilbronn-Hohenlohe ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden. „Weil der NABU aktuell Corona-bedingt keine Vogelexkursionen anbieten kann, bleiben wir alle zuhause und beobachten von Fenster und Balkon aus, auf der Terrasse oder im Garten die Vögel“, sagt NABU-Bezirksleiterin Annette Correia.

 

In diesem Jahr erwarten die Ornithologen des NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. „Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik aufgrund eines Bakteriums namens Suttonella ornithocola bedroht, welches eine für die kleinen Vögel tödliche Lungenentzündung auslöst“, so Correia. Die Zählung im Mai wird Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen widerspiegelt.

 

Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur direkt vor ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. „Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt“, so Correia. Im vergangenen Jahr hatten im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie im Hohenlohekreis insgesamt 430 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht. Sie meldeten über 8200 Vögel aus fast 270 Gärten. Je mehr Menschen teilnehmen, umso aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.

 

Und so funktioniert es:

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

 

Zählhilfe und Meldebogen unter: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/mitmachen/index.html


Werbeaktion von Tür zu Tür startete am 09.03.2020

Vorsitzende Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn und Umgebung e. V. mit dem Werbeteam - Foto: NABU
Vorsitzende Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn und Umgebung e. V. mit dem Werbeteam - Foto: NABU

10.03.2020 - Der Natur- und Artenschutz braucht dringend Unterstützung. Davon ist der NABU Heilbronn und Umgebung e. V. überzeugt. Daher startete er am 9. März eine Werbeaktion, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu begeistern.

 

Zurzeit ist ein „Werbeteam“ für den NABU im Stadtkreis Heilbronn sowie in den Gemeinden Abstatt, Flein, Ilsfeld, Talheim und Untergruppenbach unterwegs. Das Team besteht aus jungen Menschen, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisati-on Mitglieder zu gewinnen. Die Werber/-innen sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mit-geführten Werberausweis erkennbar. Sie dürfen kein Bargeld annehmen.

Aktualisierung 16.03.20: Die NABU-Werbeaktion bei der NABU-Gruppe Heilbronn und Umgebung e. V. wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation eingestellt.


Der NABU im Stadt- und Landkreis Heilbronn sucht weitere Unterstützer

Mitgliederwerbung bei den NABU-Gruppen Östlicher Kraichau e. V. und Bad Friedrichshall und Umgebung e. V.

Werbeteam mit Adrienne Schmezer, Vorsitzende des NABU Östlicher Kraichgau e. V. - Foto: NABU
Werbeteam mit Adrienne Schmezer, Vorsitzende des NABU Östlicher Kraichgau e. V. - Foto: NABU

15.01.2020 - Der Natur- und Artenschutz braucht dringend Unterstützung. Davon ist der NABU Östlicher Kraichgau e. V. und der NABU Bad Friedrichshall und Umgebung e. V. überzeugt. Daher läuft die NABU-Mitgliederwerbeaktion seit 7. Januar 2020 in den Gebieten der beiden Gruppen, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu begeistern.

Das Werbeteam besteht aus Studierenden, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisation Mitglieder zu gewinnen. Die Studierenden sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mitgeführten Werberausweis erkennbar. Sie dürfen kein Bargeld annehmen.


NABU demonstrierte beim Klimastreik für mehr Klima- und Artenschutz

03.12.2019 - Am 29. November haben wir uns am "Globalen Klimastreik" in Heilbronn beteiligt. Los ging`s am Bollwerksturm, wo wir uns mit  weiteren Vertretern von Verbänden und Organisationen versammelten und gemeinsam den Kundgebungen der "Fridays und Parents for Future" lauschten. Bei einer Tasse Punsch gab es Gelegenheit für  interessante Gespräche. Neben Schülern aus dem Stadt- und Landkreis waren auch viele Eltern und Großeltern gekommen. Mit Worten und selbst gebastelten Plakaten machten sie auf die drohende Erderwärmung und den persönlichen CO2-Fußabdruck aufmerksam. Auf dem Schild einer Jugendlichen war eine traurige "Biene Maja" zu sehen. Für uns als Engagierte im Artenschutz ist das eine besonders schmerzliche Mahnung, wie sehr unser Lebensstil und der Klimawandel unserer Insektenwelt zu schaffen macht. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Tieren und heimischen Lebensräumen eine Stimme geben, die Schülerinnen und Schüler unterstützen und mit unseren vielen Naturschutz-Projekten den jungen Menschen Mut machen.

 

Bemerkenswert war auch, dass der ein und andere NABU-Aktive seine Mittagspause nutzte, um uns beim anschließenden Protestmarsch in der Innenstadt aufzuspüren und ein Stück mitzulaufen. Wie praktisch, dass wir in unseren blauen NABU-Jacken gut zu erkennen waren, denn immerhin nahmen um die 600 Klimaschützer an der Veranstaltung teil. Auch unser Werbeteam, welches aus engagierten Studierenden besteht, besuchte die Demo.

 

Text: Alice Ehlich


NABU sucht weitere Unterstützer im Stadt- und Landkreis Heilbronn

Auftakttreffen mit Werber/-innen in Kleingartach - Foto: NABU/Markus Pagel
Auftakttreffen mit Werber/-innen in Kleingartach - Foto: NABU/Markus Pagel

18.11.19 - Der NABU wirbt ab dem 18. November 2019 im Stadt- und Landkreis Heilbronn von Haus zu Haus für mehr Mitglieder. Begonnen wird bei den NABU-Gruppen Eppingen-Elsenz und Schwaigern. Elf Studenten werden unterwegs sein, um Unterstützer für den NABU zu suchen. Die Studierenden sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mitgeführten Werberausweis erkennbar.

 

Der NABU ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Arbeit für Natur und Umwelt zum großen Teil aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Bei unserer Aktion handelt es sich um Information über die NABU-Arbeit und Werbung von Fördermitgliedern. Es wird kein Bargeld angenommen.

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18.11.2019 Pressemitteilung - NABU sucht weitere Unterstützer im Stadt- und Landkreis Heilbronn
2019-11-11 PM Start der Tür-zu-Tür-Werbu
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